Abklärung von Notfallpatienten: Auch Patienten haben Verantwortung!

 

 

 

Bielefeld  – Dass Mediziner in zwei Minuten entscheiden sollen, ob ein Notfallpatient ein wirklicher Notfall ist oder ob er auch ganz gut beim Hausarzt aufgehoben wäre, schreit nach einem waschechten Skandal. Doch keine Angst. Kein Arzt wird seine Patienten vor die Tür setzen. Das Problem jedoch bleibt bestehen: Die Notfallambulanzen halten der Überbelastung kaum noch Stand. Für uns alle sollte das ein Weckruf sein, beim nächsten Wehwehchen erst einmal alle Möglichkeiten auszuloten, bevor es gleich direkt ins Krankenhaus geht. Das soll kein Aufruf dazu sein, medizinische Versorgung zu meiden. Natürlich gilt nach wie vor der Grundsatz: Besser einmal zu viel zum Arzt gehen als zu wenig. Denn auch ein vermeintlich harmloser Schnupfen kann sich später als ernstzunehmendes Problem herausstellen. Doch in den meisten Fällen ist es halt glücklicherweise nur ein Schnupfen – eine Diagnose, die auch der Hausarzt stellen könnte. Wer dennoch direkt in die Notaufnahme stürmt, macht es den Medizinern vor Ort unnötig schwer. Die Zahl der Patienten, für die auch der Weg zum Haus- und Facharzt gereicht hätte, ist überdurchschnittlich hoch, sagen die Ärzte. Die Überlegungen zur sogenannten Abklärungspauschale sind also nicht weit hergeholt.

 

 

 

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