Protest: Allianz wegen Nichtauszahlung von Versicherungen für Holocaust-Überlebende?

 

 

Boca Raton, Florida  – Holocaust-Überlebende, die es nach Südflorida verschlagen hat, haben in den vergangenen sieben Jahren bei dem hiesigen, alljährlichen PGA-Golfturnier Allianz Championship protestiert und den deutschen Versicherungsriesen Allianz SE aufgefordert, mehr als 2,5 Milliarden USD für Versicherungen von vor dem Zweiten Weltkrieg an Überlebende auszuzahlen. Nachdem in den Anfangsjahren der Proteste noch große Menschenmengen zusammenkamen und das internationale Medieninteresse sehr hoch war, ging die Teilnehmerzahl im Laufe der Jahre deutlich zurück, da viele Überlebende zu schwach wurden und aufgrund der fehlenden Stellungnahme von der Allianz entmutigt waren.

Foto: http://mma.prnewswire.com/media/467919/Holocaust_Allianz_Protest.jpg

Dies änderte sich am Sonntag schlagartig. Mehr als 150 Menschen hielten Schilder in den Händen, auf denen sie von der Allianz eine Schuldenbegleichung und von der PGA und Boca Raton die Kündigung des Förderungsvertrags mit der Allianz forderten. Dieser beispiellose Erfolg lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen.

Zunächst warb eine formlose Freiwilligengruppe einige Anwohner an, den Überlebenden eine Stimme zu geben, denn diese waren selbst nicht mehr in der Lage, für ihre Rechte einzustehen. „Hier ging es um Ungerechtigkeit und das hat viele Menschen berührt“, so Freiwilligenkoordinatorin Janet Myles Schwartz aus Boca Raton. „Anhand von Beweisen zeigten wir, dass die Hälfte der weltweit Überlebenden heutzutage in Armut leben und nicht ausreichend medizinisch versorgt werden. Das ist einfach nicht richtig. Wenn der Vertrag mit der Allianz verlängert wird, werden wir unsere Zahlen nächstes Jahr wieder verdoppeln können. Wir haben neuen Elan, um gewählte Funktionäre anzusprechen, Petitionen zu starten und diese entwürdigende Situation endlich zu beenden.“

Später erhielt die Gruppe neuen Schwung, als Gesetze von den Abgeordneten des US-Repräsentantenhaus Ileana Ros-Lehtinen, John Garamendi und Brad Sherman sowie den Senatoren Bill Nelson und Marco Rubio eingereicht wurden, in denen Überlebenden und deren Angehörigen Rechte gewährt wurden, um unbezahlte Entschädigungsforderungen einzuklagen. Hierbei handelt es sich um die Gesetze HR 762 und S.258. Führende Kongressabgeordnete fühlen ein Momentum nach den einstimmigen Beschlüssen von 2016, in denen Deutschland aufgefordert wurde, allen Forderungen von Überlebenden auf umfassende Weise nachzukommen und damit das Versprechen des ehemaligen Bundeskanzlers Adenauer aus den 1950er Jahren einzulösen. In diesem Zusammenhang ist besonders erwähnenswert, dass die Abgeordnete Ros-Lehtinen vom Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan erst kürzlich in den Vorstand des U.S. Holocaust Memorial Councils gewählt wurde.

David Schaecter, Vorstandsvorsitzender der Holocaust Survivors Foundation USA (HSF), meint hierzu: „Die Allianz und andere Versicherungsunternehmen sollten sich immer noch schämen. Sie müssten gezwungen sein, alle Versicherungen einzulösen, die sie unseren Familien verkauft haben. Wir hoffen und beten, dass Präsident Trump uns erhören wird und sich den zahlreichen Kongressabgeordneten zweier Parteien anschließt, um uns wieder unsere Rechte zuzugestehen und zu gewährleisten, dass alle Überlebenden und unsere Familien in unseren letzten Jahren noch Gerechtigkeit erfahren und Würde zurückerlangen.“

Zu guter Letzt führte auch das inspirierende Beispiel vom Auschwitz-Überlebenden Jack Rubin zu Erfolg. Als offener Protestanführer sagte er bereits mehrmals vor dem Kongress aus und forderte Deutschland, die Allianz, Generali und andere Holocaust-Gewinner auf, alle dokumentierten Forderungen zu bezahlen und mit dem Restbetrag die Pflege der Überlebenden zu unterstützen.

Tragischerweise ist Jack Rubin letzten Sommer verstorben. Allerdings war seine Enkelin Cara, eine Erstsemestlerin an der Florida Atlantic University, unter den jungen Leuten der Kundgebung. „Mein Großvater war ein beeindruckender Mensch, der uns gelehrt hat, für das Richtige im Leben zu kämpfen. Mit meiner Teilnahme an den Protesten kann ich seinen Kampfgeist am Leben erhalten.“

Buchenwald- und Birkenau-Überlebender Moric Jusovic, der viele Jahre lang an der Seite von Jack Rubin gekämpft hatte, fasste den Erfolg mit den Worten zusammen: „Der Großteil von uns Überlebenden hat nicht mehr die nötige Kraft und Ausdauer zum Protestieren. Daher möchte ich mich im Namen aller recht herzlich bei denjenigen bedanken, die sich am Sonntag für uns eingesetzt haben, und hier meine ich vor allem die jüngere Generation. Vielen Dank, dass wir dieses Feuer an euch weiterreichen dürfen.“

Nähere Informationen unter www.hsf-usa.org und huff.lv/VVInCv (http://t.co/iPd9fnMs).

 

 

 

 

 

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