Bundes-Tierschutz-Skandal? Warum ignoriert der Bundestrainer der Springreiter die Realität – zum Schaden der Tiere?


 

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Foto: by Tierschützer

 

Warum ignoriert der Bundestrainer der Springreiter die Realität – zum
Schaden der Tiere?

*Der Bundestrainer der Springreiter O. B. gab ein Interview zu dem
Thema Schlaufzügel in dem Reitgermagazin St.Georg (Januar 2016). Darin
behauptete er, dass die Reiter heutzutage so gut reiten würden, dass
viele auch mit dem sogenannten Schlaufzügel problemlos umgehen könnten.
(Der Schlaufzügel wirkt wie eine Art Flaschenzug auf den Kopf der Pferde
ein*). „Hilfszügel sind eigentlich nur etwas in den Händen von Könnern –
und die brauchen so etwas nicht“, lautete die Gegenargumentation, u. a.
von Klaus Balkenhol, z. T. mehrfacher Welt-, Europameister und
Olympiamedaillengewinner.

Später schränkte der Bundestrainer O. B. ein:*/„Beim Springen ist
der Schlaufzügel nicht erlaubt und das ist vollkommen richtig.“ /

Was aber passiert in der Realität? Auf fast allen Vorbereitungsplätzen
größerer Turniere wird mit diesen *Hilfszügeln* nicht nur geritten,
sondern natürlich auch *gesprungen!* Ingoriert der Bundestrainer im
Springsport dieses medizinisch und verhaltensbiologisch höchst
kritikwürdige Vorgehen der Reiter gegenüber den Pferden? Weiß er es
nicht besser? Oder schaut er einfach genauso weg, wie die Richter
und/oder Stewards, die vom Veranstalter immer an die Vorbereitungsplätze
gestellt werden um die Tiere zu schützen, aber anscheinend nichts sehen
…. so auch auf dem Reithallenturnier im Jahr 2015.

*Kurze Erklärung:

Schlaufzügel sind Hilfszügel, die beim Reiten zusätzlich durch den
Gebissring des Pferdes geführt werden, so dass sie wie über eine
Umlenkrolle eine mehrfache Verstärkung des Zügelanzugs bewirken. Reiter
können den Pferden damit ohne viel Kraftaufwand den Kopf runter und eng
vor die Brust ziehen. Die Pferde erleiden dadurch starke Verspannungen
und Schmerzen im Hals- und Rückenbreich, ihr ganzes Verhalten ändert
sich. Schon beim normalen Reiten steht der Einsatz dieses Hilfsmittels
unter Fachleuten stark in der Kritik. Viel schlimmer ist aber der
Einsatz beim Springen (kurzes Video), also dem Überwinden eines
Hindernisses, weil dann die Pferde noch stärker an einer natürlichen
Streckbewegung über dem Sprung und natürlichen Ausgleichsbewegung beim
Landen gehindert werden. Dabei wird nicht nur mit diesen gleitenden
Modellen gewerkelt, sondern auch mit weiteren, z. T. feststehenden
Hilfszügeln gesprungen, so z. B. dem sog. Chambon (Video lang).