#Affenversuche: Nur #Strafbefehle #wurden gegen #Mitarbeiter des #Max-Planck-Instituts #erlassen!

 

Köln  – Vor dreieinhalb Jahren hatte stern TV erstmals über die Affenversuche im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik berichtet – jetzt hat das Amtsgericht Tübingen Strafbefehle gegen drei verantwortliche Mitarbeiter erlassen. Dem Leiter des Instituts, Nikos Logothetis, sowie zwei weiteren Mitarbeitern wird vorgeworfen, „im Zeitraum von 2013 bis 2015 im Rahmen eines genehmigten Versuchsvorhaben bei drei Affen die Versuche zu spät beendet und dadurch den Tieren länger andauernde Leiden zugefügt zu haben“.

Institut schritt trotz Zustandsverschlechterung der Tiere nicht ein

Bei einem der betroffenen Affen geht es um das Weibchen „Stella“. Die Äffin hatte im Rahmen der Versuche den Deckel ihrer Kammer zum Gehirn verloren und war seitdem regelmäßig in Behandlung. Obwohl sich ihr Zustand zusehends verschlechterte und dies dem Institut auch bekannt war, wurde sie erst nach sechs Tagen getötet. Tierschützer des Vereins „Soko Tierschutz“, die stern TV Videomaterial aus den Laboren übergeben hatten, sind sich sicher, dass „Stella“ in den betroffenen Tagen stark gelitten habe. Dies wirft auch die Staatsanwaltschaft den Mitarbeitern des Instituts vor: So sollen sie „erkannt haben, dass sie zum Einschreiten verpflichtet gewesen wären und die über die genehmigte Notwendigkeit hinausgehende Belastung der Tiere hätten verhindern können.“

Max-Planck-Gesellschaft verbietet Institutsleiter Tierversuche

Laut stern TV-Informationen haben Institutsleiter Nikos Logothetis und seine Mitarbeiter Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Die Max-Planck-Gesellschaft hat Logothetis inzwischen verboten, bis zum Abschluss des Verfahrens Tierversuche durchzuführen oder zu leiten.

Quelle: stern TV