AIDS-Stiftung: 85.000 Hilfsanträge in 30 Jahren!


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Köln/Bonn  – Die Deutsche AIDS-Stiftung wird 30 Jahre alt. In den vergangenen drei Jahrzehnten sind 85.000 Anträge auf Hilfe bei der Organisation eingegangen. Mit insgesamt 44 Millionen Euro konnte die Stiftung erfolgreich zehntausenden Menschen mit HIV/AIDS in Not allein in Deutschland und in einigen Ländern im südlichen Afrika helfen. Sie unterstützt HIV-Infizierte finanziell durch Einzel-, Projekt- und Gruppenhilfen bundesweit und in ausgewählten Projekten im südlichen Afrika. Die Deutsche AIDS-Stiftung setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen ein, sodass sie ein selbstverantwortliches, sinnerfülltes und sozial akzeptiertes Leben führen können.

Bei einem Empfang im Schokoladenmuseum in Köln wurden besonders engagierte Wegbegleiter gewürdigt, die sich um die Deutsche AIDS-Stiftung in außerordentlicher Weise verdient gemacht haben. Darunter die Ehrenvorsitzende Rita Süssmuth, die im Februar dieses Jahres ihren 80. Geburtstag feierte.

Ingrid Fischbach, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit hob in ihrem Grußwort die Wichtigkeit der Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung in den vergangenen 30 Jahren hervor. Sie dankte, auch im Namen von Herrn Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, den Stiftern, den weiteren Spenderinnen und Spendern sowie den vielen ehrenamtlich wirkenden Menschen für ihr großes Engagement.

Für die Stadt Köln sprach Oberbürgermeisterin Henriette Reker ein Grußwort. Der Islamwissenschaftler Stefan Weidner hielt den Festvortrag „Gesegnet seien die Fremden“, in dem er aus der Perspektive der islamischen Tradition die Themen Fremdheit und Anderssein beleuchtete und einen Bogen zur Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung spannte.

1987 wurden in der Bundesrepublik zwei AIDS-Stiftungen gegründet, aus denen 1996 die Deutsche AIDS-Stiftung hervorging: Auf Anregung von Bundeskanzler Helmut Kohl rief die damalige Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth die Nationale AIDS-Stiftung mit den Stiftern Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und Deutsches Rotes Kreuz ins Leben; Rainer Ehlers, geb. Jarchow hatte zuvor die Deutsche AIDS-Stiftung „Positiv leben“ gegründet.

30 Jahre Hilfe – sich verändernde Herausforderungen

„Vor dreißig Jahren halfen wir schwerkranken Menschen mit AIDS u.a. bei der Erfüllung letzter Wünsche. Da es in den 1980er und frühen 1990er Jahren noch keine wirksamen Medikamente gab, bedeutete AIDS in den allermeisten Fällen, dass Erkrankte an den Folgen starben. Wir versuchten, die Not der Erkrankten zu lindern, indem wir ihnen zum Beispiel eine letzte Reise zu einem geliebten Menschen finanzierten oder schlicht den Alltag mit Hilfsmitteln erleichterten“, so Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung. Nachdem 1996 die ersten antiretroviralen Medikamente auf den Markt kamen, hat sich das Leben mit HIV/AIDS grundlegend geändert. Die Medikamente verhindern die Ausbreitung des Virus im Körper der Infizierten und somit den Ausbruch der Krankheit AIDS. Gleichwohl können HIV-positive Menschen, wenn sie frühzeitig therapiert werden, in etwa so lange leben wie gesunde Menschen. HIV ist für die Mehrheit der Infizierten zur chronischen Erkrankung geworden. Heute muss die Deutsche AIDS-Stiftung Menschen mit HIV/AIDS oft mehrfach in finanziellen Notsituationen helfen. „Immer mehr Hilfesuchende, die sich an die Deutsche AIDS-Stiftung wenden, sind weiblich oder nicht in Deutschland geboren. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, die unsere Hilfe brauchen, in den nächsten Jahren weiter steigen wird“, sagt Elisabeth Pott, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung. „Alleinerziehende Frauen und Menschen, die nicht in Deutschland geboren sind, haben das höchste Risiko, in finanzielle Not zu geraten, wenn sie HIV-positiv sind. Sie können wegen der alleinigen Kindererziehung häufig nur schlecht bezahlt oder gar nicht arbeiten gehen oder sind nicht ausreichend sozial und finanziell abgesichert. Wir helfen diesen Menschen in konkreten Notlagen und indem wir ihnen zeigen, dass wir sie im Notfall unterstützen und für sie da sind.“

Würdigung für langjähriges Engagement

Während des Empfangs zum 30-jährigen Bestehen der Deutschen AIDS-Stiftung in Köln wurden Persönlichkeiten geehrt, die sich seit Jahrzehnten für Menschen mit HIV/AIDS einsetzen und so zur Verbesserung der Lebensumstände von HIV-Infizierten beigetragen haben:

Anlässlich ihres 80. Geburtstags in diesem Jahr wurde Rita Süssmuth vom Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung besonders gewürdigt. Als Bundesgesundheitsministerin stellte Rita Süssmuth die Weichen für die liberale und erfolgreiche HIV/AIDS-Politik in Deutschland und für die Gründung der Nationalen AIDS-Stiftung. Mit ihrem Satz „Wir bekämpfen die Krankheit, nicht die Kranken“ prägte sie frühzeitig einen aufgeklärten Umgang mit HIV/AIDS in Deutschland. Die Politik Süssmuths beeinflusste maßgeblich die erfolgreiche deutsche Präventionspolitik. Von 1987 an war sie Kuratoriumsvorsitzende der Nationalen AIDS-Stiftung und behielt dieses Amt auch nach der Fusion beider Vorgängerstiftungen im Jahr 1996 zur Deutschen AIDS-Stiftung. Seit 2006 ist sie Ehrenvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung. Seit 30 Jahren gibt sie der Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung wichtige Impulse.

Peter Greisler, früherer Vorsitzender des PKV-Verbandes und Vorsitzender der Aufsichtsräte der Debeka-Versicherungen war von 2001 bis 2010 Vorsitzender des Stiftungsrats der Deutschen AIDS-Stiftung. In seiner Amtszeit baute die Deutsche AIDS-Stiftung ihr internationales Engagement auf und aus; in Deutschland wurde die Projektförderung ausgeweitet, vor allem in den Bereichen Arbeit und Beschäftigung sowie Wohnprojekte für besonders betreuungsbedürftige Menschen mit HIV und AIDS. Durch zweckgebundene Spenden fördert der Verband der Privaten Krankenversicherung die Deutsche AIDS-Stiftung seit der Amtszeit Greislers kontinuierlich.

Jeane Freifrau von Oppenheim gehörte ab 1989 den Kuratorien beider AIDS-Stiftungen an und organisierte bereits 1988 die finanziell sehr erfolgreiche Kunstauktion ART AGAINST AIDS parallel zur Kölner Kunstmesse Art Cologne. Auf ihre Initiative gingen weitere bedeutende Benefizveranstaltungen für die Deutsche AIDS-Stiftung zurück, wie eine Vintage-Mode-Auktion 2002 und die Operngalas in Köln 2004, 2005 und 2007. Von 2006 bis 2012 war sie Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen AIDS-Stiftung.

Michael Schuhmacher, Geschäftsführer der Aidshilfe Köln und seit Januar 2017 Mitglied des Fachbeirats der Deutschen AIDS-Stiftung, arbeitet seit Jahrzehnten erfolgreich mit der Deutschen AIDS-Stiftung zusammen. Für die vorbildliche und nachhaltige Kooperation der Aidshilfe Köln mit der Stiftung wird er zusammen mit Heidi Eichenbrenner geehrt. Sie setzt sich seit fast 30 Jahren für Menschen mit HIV/AIDS bei der Aidshilfe Köln ein; bis 2013 hauptamtlich als Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und stellvertretende Geschäftsführerin und heute als Mitglied des Beirats. Die Aidshilfe Köln initiierte seit 1987 viele innovative Projekte für Menschen mit HIV/AIDS, die von der Deutschen AIDS-Stiftung gefördert wurden und werden. Dazu zählen Beschäftigungs- und Wohnprojekte und der Aufbau eines Beratungszentrums für Frauen.

Neuberufungen in den Stiftungsrat

Auf der Sitzung des Stiftungsrats der Deutschen AIDS-Stiftung, die am Mittag stattfand, wurden mit Rainer Ehlers und Volker Leienbach zwei neue Mitglieder in das Stiftungsorgan berufen. Rainer Ehlers stiftete 1987 die Deutsche AIDS-Stiftung „Positiv leben“. Von 1996 bis 2000 war er Mitglied des Stiftungsrats, von 2000 bis 2016 Vorsitzender des Fachbeirats der Deutschen AIDS-Stiftung. Volker Leienbach ist Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV). Er engagierte sich seit 2009 im Kuratorium der Deutschen AIDS-Stiftung.

Spendenkonto der Deutschen AIDS-Stiftung: IBAN: DE85 3705 0198 0008 0040 04

Die Deutsche AIDS-Stiftung ist die größte AIDS-Hilfsorganisation in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung bietet. Sie hilft seit 30 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS in Deutschland durch Einzelhilfen und durch die Unterstützung von Projekten wie beispielsweise Betreutes Wohnen. Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte Hilfsprojekte, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre Kinder, vor allem im südlichen Afrika. Die Urstifter 1987 waren Rainer Ehlers, der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) und das Deutsche Rote Kreuz.


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