Berlin-Moabit – Mordfall Georgine Krüger: Mutmaßlichen Mörder Ali K. nach 12 Jahren gefasst!

Georgine Krüger

Quelle: Polizei Berlin
Quelle: Polizei Berlin

 

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 2541
Heute früh haben Ermittler der 6. Mordkommission unter Beteiligung von Spezialkräften der Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin einen 43-jährigen Mann verhaftet, der dringend verdächtig ist, die zur Tatzeit 14-jährige Schülerin Georgine Krüger am 25. September 2006 getötet zu haben.
Das Mädchen war zuletzt am Tattag an einer Bushaltestelle in Berlin-Moabit gesehen worden und dann spurlos verschwunden. Die umfangreichen und aufwändigen Ermittlungen verliefen in der Folgezeit ergebnislos, obwohl die Ermittler einer Vielzahl von Hinweisen nachgegangen waren, um die Hintergründe des Verschwindens von Georgine Krüger aufzuklären.
Insgesamt sind die Beamten nahezu 300 Hinweisen nachgegangen und haben im Jahr 2009 u.a. mit Mantrailer-Hunden nach ihr gesucht.
Zuletzt haben Polizeibeamte aufgrund eines anonymen Hinweises auf der Suche nach der Leiche ein Waldgebiet in Brandenburg umgegraben. Mit den Ermittlungen war zeitweise eine ganze Mordkommission betraut. Ein Ermittler versuchte, auch als das Verschwinden von Georgine Krüger zum „Cold Case“ wurde, neue Ermittlungsansätze zu finden. Dabei hielten die Ermittler zugleich immer den Kontakt zur Familie der Vermissten aufrecht und unterstützten die Angehörigen mit psychologischem Beistand.
Nachdem Ermittlungserkenntnisse bereits auf die Spur des Beschuldigten geführt hatten, konnten insbesondere durch den Einsatz eines verdeckten Ermittlers die Verdachtsmomente in den letzten Monaten erhärtet werden. Es besteht der dringende Verdacht, dass der Mann Georgine Krüger aus sexuellen Motiven auf ihrem Heimweg von der Schule abgefangen, in seinen Keller in Berlin Moabit gelockt und sie dort getötet hat.
Die Leiche des Mädchens ist bislang noch nicht gefunden worden. Der Beschuldigte ist bereits im Jahre 2012 vom Amtsgericht Tiergarten wegen sexueller Nötigung einer Jugendlichen verurteilt worden, nachdem er das Mädchen zuvor aus sexuellen Motiven in den Keller seiner Wohnung gelockt hatte.
Heute wird dem Beschuldigten der Haftbefehl wegen Mordes verkündet.
Die Ermittlungen, insbesondere zum Verbleib der Leiche von Georgine Krüger, dauern an.

Meldung Nr. 2121 vom 9. Oktober 2018: Fall der vermissten Georgine Krüger weiterhin ungeklärt
Das Schicksal der seit dem Jahr 2006 vermissten Georgine Krüger aus Berlin-Moabit ist weiterhin ungeklärt. Die zuletzt verfolgte Spur des weiterhin anonymen Anrufers, der angab, dass man Georgine im Brieselanger Wald im brandenburgischen Havelland finden könnte, brachte die Ermittlungen nicht voran. Insgesamt gingen bislang 248 Hinweise zu dem Fall ein.

Meldung vom 31. August 2018: Im Fall Georgine Krüger – Polizei sucht den anonymen Anrufer
Nach zwei Anrufen im März 2018 über den Notruf der Polizei Berlin suchen die Ermittler der 6. Mordkommission mit einem Audiomitschnitt nach dem unbekannten Anrufer. Der Mann hatte sich am 31. März telefonisch gemeldet und vorgegeben, dass sich die seit dem 25. September 2006 vermisste, damals 14-jährige Georgine KRÜGER in Brieselang im Landkreis Havelland befinden würde. Die umfangreichen Absuchen in einem dortigen Waldgebiet verliefen erfolglos. Bis zum heutigen Tag sind 233 Hinweise eingegangen.

Meldung vom 27. September 2006: Weiterhin keine Spur von der vermissten Georgine Krüger
Von der 14-jährigen Georgine KRÜGER fehlt weiterhin jede Spur. Trotz einer großen Medienresonanz und einem damit verbundenen hohen Hinweisaufkommen – inzwischen sind 191 Hinweise eingegangen – konnten bisher keinerlei weiterführenden Erkenntnisse zu ihrem Verschwinden gewonnen werden.
Es konnte bisher niemand ermittelt werden, der Georgine noch gesehen hat, nachdem sie am 25. September 2006 gegen 13.50 Uhr den Bus M27 an Perleberger Str. Ecke Rathenower Str. verließ.
Auch ihr Handy, das nur wenige Minuten später ausgeschaltet wurde, war seitdem nicht mehr auf Empfang.
Es liegen weiterhin keine konkreten Anzeichen dafür vor, dass Georgine Opfer einer Straftat wurde. So tauchten z.B. bislang keine Teile ihrer Bekleidung oder andere mitgeführte Gegenstände auf.
Andererseits erscheint es aufgrund der inzwischen vergangenen Zeit sehr unwahrscheinlich, dass sich die Vermisste derzeit noch aus freiem Antrieb irgendwo verborgen hält. Da auch ein Unglücksfall jeglicher Art weitestgehend ausgeschlossen werden kann, verstärkt sich insgesamt zunehmend der Verdacht, dass Georgine einer Straftat zum Opfer fiel.
Die Ermittlungen werden weiter fortgesetzt. Ein Teil der Hinweise befindet sich noch in Bearbeitung, auch wenn abzusehen ist, dass sich darunter keine „heiße“ Spur befinden dürfte.
Darüber hinaus wird überprüft, ob frühere Straftaten rund um die Wohnanschrift der Vermissten mit deren Verschwinden in Zusammenhang stehen könnten.
Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war Georgine mit einer modischen Jeans mit Bleichflecken auf der Vorderseite und einer weißen Jeansjacke bekleidet. Sie ist schlank, circa 1 Meter 65 groß und hat glatte, lange, braune Haare.
Entgegen bisheriger Meldungen hat sie keinen Rucksack dabei, sondern eine pinkfarbene Umhängetasche der Marke “Eastpack”.