Bestattungsvorsorge: Experten kritisieren Kündigungsklauseln bei Bestattungsvorsorge-Verträgen

Bestattungsvorsorge

 

4.500 Euro kostet laut Stiftung Warentest eine Bestattung im Durchschnitt. Wer die Kosten für seine Beerdigung nicht seinen Angehörigen überlassen will, sorgt entsprechend vor: Immer mehr Verbraucher schließen deshalb sogenannte Treuhandverträge zur Bestattungsvorsorge ab – nach Aussagen der Branche jeder Fünfte.

Das rbb-Verbrauchermagazin SUPER.MARKT hat mit dem Rechtsreferenten der Verbraucher-Initiative Aeternitas e.V., Torsten Schmitt, getestet, wie teuer und wie transparent solche Angebote sind, wie sicher das Geld dort angelegt wird und ob die Kündigungsbedingungen klar geregelt werden.

Kritik übte der Jurist an der Vertragsgestaltung der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG, eine der größten Gesellschaften, die zum Bundesverband Deutscher Bestatter gehört. Insbesondere die Kündigungsklausel moniert Schmitt: „Falls der Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag gekündigt wird, erfolgt die Auszahlung an den Vertragsbestatter.“ Das würde bedeuten, dass der Kunde sich im Streitfall mit dem Bestatter auseinandersetzen muss. Dieser könne eine Entschädigung einbehalten. Das sei für den Kunden ein eindeutiger Nachteil.

Laut Schmitt ist nicht jede Rücklage für die eigene Bestattung sicher. „Eine angemessene Bestattungsvorsorge muss ganz klar auch dafür angelegt sein.“ Oft sei die Zweckbindung aber nicht eindeutig, so Schmitt.

Mehr zum Thema am Montagabend um 20.15 Uhr im rbb Fernsehen.

 

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