#Bürgeramtsreport aus #Berlin: Bürgerämter verfehlen 14-Tage-Ziel!

Nach Angaben der Innenverwaltung wurde dieses erklärte Ziel der Koalition Mitte Juni nur zu 85 Prozent eingehalten. In Charlottenburg-Wilmersdorf liegt zum Beispiel die durchschnittliche Wartezeit derzeit bei gut vier Wochen. Eine Abfrage des rbb in allen zwölf Berliner Bezirken ergab unter anderem, dass trotz einer deutlich verbesserten Personalausstattung die Reserven immer noch nicht ausreichen, um das 14-Tage-Ziel durchgehend einzuhalten.

Nach Angaben der Innenverwaltung arbeiten in den Berliner Bürgerämtern heute zwar rund 100 Mitarbeiter mehr als Ende 2016. Allerdings berichten die Bezirke von hohen Abwesenheitsquoten. So waren in Marzahn-Hellersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg im Durchschnitt rund ein Drittel der Arbeitsplätze nicht besetzt, Lichtenberg meldete eine Abwesenheitsquote von 48 Prozent. Die wichtigsten Gründe seien neben Urlaub, Elternzeiten, Fortbildungen und Vertretungen die Abwesenheiten wegen Krankheit.

Um sein Ziel dauerhaft zu erreichen will der Senat allerdings keine weiteren Stellen schaffen, sondern setzt auf optimierte Verfahren innerhalb der Bürgerämter und eine komfortablere Terminbuchung. Viele Bürger verzichten inzwischen auf einen Termin und gehen unangemeldet ins Bürgeramt. Der Anteil der Spontankunden liegt nach Angaben der Bezirke oft über einem Drittel. In Charlottenburg-Wilmersdorf wird fast die Hälfte der Kunden ohne vorherigen Termin bedient.

 

Rundfunk Berlin-Brandenburg