#Bundestagswahl2017: Sozialverband SoVD kritisiert „inhaltsleeren Schlafwahlkampf“!


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Osnabrück  – Sozialverband kritisiert „inhaltsleeren Schlafwahlkampf“

SoVD-Präsident Bauer: Gefährliche Taktik der Parteien führt zu Politikverdrossenheit

Osnabrück. Der Sozialverband SoVD hat den „inhaltsleeren Schlafwahlkampf“ der Parteien vor der Bundestagswahl kritisiert und fürchtet einen Schaden für die Demokratie. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) sagte Präsident Adolf Bauer: „Die Taktik, einen inhaltsleeren Schlafwahlkampf zu führen, mag aus der Sicht mancher Parteimanager bis zum Wahltag aufgehen. Aber das ist ein gefährlicher Trugschluss.“ Der Verbandspräsident fügte hinzu: „In Wahrheit erwarten die Wähler klare Positionen zu den zentralen sozialen Fragen.“ Insbesondere die Zukunft der Rente gehört nach Bauers Ansicht spätestens jetzt auf die politische Agenda. Der Verbandspräsident warnte vor politischer Kurzsichtigkeit: „Es entsteht der Eindruck, dass es vielen Parteien weniger um Überzeugungsarbeit, sondern im besten Fall darum geht, die Wähler überhaupt für die Wahl zu motivieren.“ Der SoVD-Präsident befürchtet, dass vor allem einkommensschwache Wählergruppen das Interesse an Politik verlieren und warnt vor einer „schleichenden Entpolitisierung“. Bauer sagte: „Wer ökonomisch im Nachteil ist, der hat eine ganz besonders stark ausgeprägte Wahrnehmung dafür, ob sich die Parteien in einem glaubhaften Wettstreit über bestmögliche Lösungen befinden.“ Im Sozialverband sei zunehmend zu spüren, „dass der Unmut unserer Mitglieder wächst.“ Der SoVD hat mehr als 560.000 Mitglieder.


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