Deutsche Profis kritisieren unzureichende Sicherheit im Radsport!

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Die deutschen Radprofis Marcus Burghardt und Tony Martin haben Rennveranstalter, den Weltverband UCI, aber auch die eigene Fahrergewerkschaft CPA dafür kritisiert, dass zu wenig für die Sicherheit der Fahrer unternommen werde. »Die Organisatoren müssen mehr Rücksicht auf uns Fahrer nehmen«, sagt Burghardt der in Berlin erscheinenden Wochenendausgabe der Tageszeitung »neues deutschland«. So sei die enge Zielankunft der 12. Etappe der Spanien-Rundfahrt im September »ein absolutes No-Go« und ein »ein großer Fehler vom Veranstalter« gewesen, der »unsere Gesundheit fahrlässig riskiert hat«. Der Niederländer Dylan van Baarle hatte sich bei einem Sturz im Ziel das Becken gebrochen.

Spanien-Rundfahrt und Tour de France werden von der Amaury Sport Organisation (ASO) veranstaltet, an der auch Martin viel kritisiert: »Bei der Vuelta habe ich schon oft moniert, dass Zielankünfte auf katastrophalen Straßen gefahren werden. Ich frage mich da aber auch, wo der Weltverband bleibt. Der müsste entscheiden, dass das Finale so nicht genehmigt wird, weil es zu gefährlich ist. Da finde ich es teilweise verantwortungslos, was die UCI macht.« Bei der Tour würden zudem Begleitmotorräder, die in den vergangenen Jahren in mehrere schwere Unfälle verwickelt waren, unnötig riskant an den Fahrern vorbeirasen. Die Gewerkschaft CPA meint, an den folgenreichsten Stürzen seien die Fahrer oft schuldlos: »Wir haben nachgeforscht. Die meisten schweren Unfälle wurden von Motorrädern, Autos oder ungenügenden Sicherheitsmaßnahmen an der Strecke verursacht. Unsere Argumente fanden aber leider kein Gehör«, erklärte Ex-Weltmeister Gianni Bugno, heute CPA-Präsident dem »nd«. »Wir sind in ständigem Kontakt mit der UCI und den Veranstaltern, um Verbesserungen anzumahnen. Umsetzen müssen das dann aber andere«, so Bugno weiter.

 

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