DLG-Präsident: Wir müssen Tierrechtlern guten Gewissens unsere Ställe zeigen können!

Ställe

Kuhstall-Milch
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Paetow vor der Messe Eurotier: Moderne Technik kann bei Kampf gegen schlechte Tierhaltung helfen

Osnabrück. Skandalbilder aus Ställen könnten nach Auffassung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) bald der Vergangenheit angehören. Präsident Hubertus Paetow sagte vor Beginn der Nutztiermesse Eurotier im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Mit moderner Technik ist es möglich, den Zustand der Tiere besser zu beobachten. Und gerade in der Beobachtung der Tiergesundheit scheint es ja Probleme zu geben.“

Die Branche müsse ihre Prozesse optimieren, dann könnten Tierrechtsaktivisten wie Peta auch keine vermeintlichen Missstände mehr öffentlich machen. Paetow: „Unser Ziel sollte nicht sein, Tierrechtler aus den Ställen oder Schlachthöfen fern zu halten. Wir sollten sie mit gutem Gewissen in Ställe und Schlachthöfe einladen können, weil wir wissen, dass sie keine Missstände finden werden.“ Die Agrarbranche fordert seit Jahren härtere Strafen für sogenannte Stalleinbrüche, bei denen Aktivisten vermeintliche Missstände dokumentieren wollen.

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DLG-Präsident: Bauern sollten nicht immer gleich nach Staatshilfe rufen

Paetow mahnt Branche zu mehr Vorsorge gegen Wetterextreme – „Nach wie vor zu wenig Regen“

Osnabrück. Nach dem Dürre-Sommer hat Hubertus Paetow, Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), die Bauern zu mehr Vorsorge gegen Wetterextreme aufgerufen. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte er: „Wir tun als Branche nicht gut daran, immer nach staatlicher Hilfe zu rufen, wenn etwas Außergewöhnliches passiert.“ Schlechte Ernten könnten immer wieder vorkommen, darauf müssten die Landwirte vorbereitet sein. „Wir müssen zusehen, unsere Produktionsverfahren gegen außergewöhnliche Klimaereignisse zu wappnen“, so Paetow. Das betreffe die eingesetzten Getreidearten aber auch die Fruchtfolge auf den Äckern.

In den Bundesländern können sich Landwirte in Existenznot derzeit für Dürrehilfen melden. Bund und Länder stellen mehrere Millionen Euro zur Verfügung. Paetow sagte, die Dürre sei für die Landwirtschaft noch nicht durchgestanden. „Auch im Herbst haben wir zu wenig Wasser.“ Darunter leide derzeit etwa der Raps.

 

Neue Osnabrücker Zeitung