Eklat um Kölner Wallraf-Richartz-Museum – Stifterin Corboud zieht Werke der Sammlung Surpierre ab!

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Der Streit über die Erweiterung des Kölner Wallraf-Richartz-Museums eskaliert. Stifterin Marisol Corboud will 19 Bilder der Fondation Surpierre, die derzeit noch in dem Museum untergebracht sind, „nach und nach“ aus Köln abziehen. Dies teilte Corboud jetzt in einem Schreiben an die Stadt und den Stifterrat des Museums mit, das dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe) vorliegt. Die Stifterin begründet die Rückführung der 19 in Köln verbliebenen Werke der Impressionismus-Sammlung Surpierre damit, dass die Stadt nicht in der Lage sei, „klare Aussagen zu machen“ über die Fortführung des Erweiterungsbaus. „Irgendwann ist die Zeit gekommen, dass man mit einem Abzug von Bildern nicht mehr nur droht, sondern auch handelt“, sagte Marisol Corboud der Zeitung. Am 18. November jährt sich zum fünften Mal der Tag, an dem das Basler Büro Christ & Gantenbein zu Siegern des Architektenwettbewerbs gekürt worden ist. Doch noch immer ist kein Auftrag an die Architekten ergangen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärte dazu: „Es ist natürlich immer bedauerlich, wenn Leihgaben zurückgezogen werden. So ist dies auch in diesem Fall.“ Stadtsprecher Alexander Vogel ergänzte auf Anfrage, Ziel der Stadt Köln sei es gewesen, alle vertraglichen Regelungen mit den Architekten aus der Schweiz bis zum 31. August 2018 zu treffen. Allerdings seien in den Verhandlungen „zusätzliche Vertragsbestandteile in die Diskussion gekommen und konnten bis heute nicht einvernehmlich vereinbart werden.“ Es sei weiterhin beabsichtigt, die weiterführende Planung noch in diesem Jahr zu beginnen.

https://www.ksta.de/kultur/eklat-um-wallraf-richartz-museum-stifterin-corboud-zieht-werke-ab-31592788

 

Kölner Stadt-Anzeiger