Fall Peggy: Plötzlich Gründlichkeit vor Schnelligkeit im LKA MV

Peggy

Schwerin (ots) – In Konsequenz aus den Funden von DNA-Spuren des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt, die im südlichen Thüringen in der Nähe der ermordeten Peggy gefunden wurden, laufen im Landeskriminalamt MV seit Freitag auch für Mecklenburg-Vorpommern Vorbereitungen, um bisher ungeklärte Vermisstenfälle von Kindern erneut zu überprüfen. Die Überprüfungen gehen dabei über den ohnehin regelmäßig stattfindenden Abgleich dieser Fälle in den bundesweiten Datenbanken hinaus.

„Wir werden den Punkten nachgehen, hinter denen aufgrund der neuen Erkenntnisse der SOKO Peggy auch in unserem Bundesland nun neue Fragezeichen stehen könnten“, so Innenminister Lorenz Caffier „Wir werden dabei auch Aspekte untersuchen, die bislang vielleicht noch nicht durchleuchtet wurden. Gründlichkeit geht hierbei vor Schnelligkeit und hat oberste Priorität.“

Der genaue Rahmen der systematischen polizeilichen Überprüfung bundesweit ungeklärter Verdachtsfälle wird derzeit noch erarbeitet. Dazu müssen zunächst in einem Konzept bundesweit einheitliche Kriterien festgelegt werden, um die besonders zu überprüfenden Altfälle identifizieren zu können.

 

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