#Falscher #Polizist mit #südländischem #Aussehen betritt #Wohnung einer #Seniorin!

 

– MK / Bielefeld – Stadtgebiet – Am vergangenen Wochenende haben sich Betrüger in der Zeit zwischen Freitag, 12.01.2018, und Sonntag, 14.01.2018, persönlich und am Telefon als falsche Polizisten bei Bielefeldern vorgestellt.

Ein unbekannter Mann tauchte am Freitag, gegen 16:40 Uhr, am Wohnhaus einer 88-jährigen Bielefelderin an der Otto-Brenner-Straße auf. Der Mann, der einen Trenchcoat trug, zeigte kurz einen Ausweis vor und unterstellte der älteren Dame, soeben in einem Linienbus ohne gültiges Ticket gefahren zu sein. Während sie in ihrer Handtasche nach ihrem Fahrschein schaute, nahm der vermeintliche Beamte ihr Portemonnaie und durchsuchte es nach Geldscheinen. Als er nichts fand, ließ er die Geldbörse fallen und verschwand in Richtung Dompfaffweg.

Die 88-Jährige war zuvor an der Haltestelle Dompfaffweg aus einem Bus gestiegen und war sich nicht ganz sicher, ob der Unbekannte mitgefahren war. Sie beschrieb den falschen Polizist:

Männlich, zwischen 45 und 50 Jahre alt, circa 170 cm groß und mit dunkelblon-den Haaren. Er trug einen Trenchcoat und sprach mit einem Akzent. Vermutlich ist er südländischer Herkunft.

Der Fahrer eines roten VW Golfs folgte am Freitag, gegen 18:05 Uhr, dem Pkw einer 70-jährigen Bielefelderin bis vor ihre Haustür in der Cheruskerstraße. Ein älterer Mann gab sich als Polizeibeamter aus und warf der Frau vor, in einem Lebensmittelgeschäft gestohlen zu haben. Tatsächlich war sie zuvor in Quelle in einem Supermarkt einkaufen und von dort losgefahren.

Als die 70-Jährige auf das Vorzeigen eines Dienstausweises bestand, ließ er die Frau stehen und setzte sich in den roten VW Golf. Damit verschwand er auf der Cheruskerstraße in Richtung Brackwede Zentrum.

Die Beschreibung des Autofahrers:

Männlich, graue Haare, sehr gepflegtes Aussehen. Er sprach akzentfreies Deutsch.

Die Einsatzleitstelle der Polizei registrierte über das Wochenende zahlreiche Meldungen über falsche Polizeibeamte, die sich insbesondere bei älteren Bielefeldern per Telefon gemeldet hatten.

Im Display der Telefone tauchte die Nummer 0521 / 110 auf.

Die Anrufer fragten nach dem Vermögen und gaben Zusammenhänge zu ausgedachte Straftaten als Grund an. Alle Bielefelder reagierten richtig, sie gaben keine persönlichen Informationen an die falschen Polizeibeamten und beendeten die Telefonate.

Die Polizei informiert:

Sollte sich Ihnen jemand als Polizist vorstellen, dann verlangen Sie nach der Einsicht in den Dienstausweis, der Nennung der Dienststelle – eventuell eines Kommissariats und einem eindeutigen Grund für die Kontrolle.

Kommen Ihnen Zweifel an der Person oder dem Grund der Kontrolle oder sollte Ihnen ein folgender Pkw auffallen, dann rufen Sie sofort die Polizei unter der 110. Sie können aber auch direkt zu einer Polizeidienststelle fahren. An ihrer Haustür sollten Sie Kontakt zu Ihren Familienangehörigen oder Nachbarn aufnehmen.

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