Familie: Alleinerziehende empfinden Deutschland als nicht familienfreundlich!


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Leverkusen  – Wer allein für ein Kind sorgen muss, findet das hierzulande oft schwierig. Nur 47 Prozent aller alleinstehenden Eltern stimmen der Aussage zu, dass Deutschland ein familienfreundliches Land sei. Bei Eltern in einer festen Partnerschaft liegt der Wert mit 53 Prozent zwar spürbar höher, doch auch in dieser Gruppe gibt es Vorbehalte. Voll und ganz stellen sich nur elf Prozent aller Befragten hinter die Aussage, dass die hiesigen Rahmenbedingungen die Entscheidung für eine Familie erleichtern. Das sind Ergebnisse der Umfrage „Junge Familien 2017“, für die im Auftrag der pronova BKK 1.000 Bundesbürger mit mindestens einem Kind unter 10 Jahren repräsentativ befragt wurden.

86 Prozent aller Eltern geben in der Umfrage zu, dass ein Kind zu haben manchmal auch Stress bedeutet. Viele wünschen sich daher, dass die Rolle, die Eltern im Gemeinwesen spielen, angemessen gewürdigt wird. Der Trend geht leider in die gegensätzliche Richtung: 71 Prozent aller Eltern beklagen, dass der gesellschaftliche Stellenwert von Familie in den vergangenen zehn Jahren gesunken ist. Auch hier sind es die Alleinerziehenden, die stärker unter der Entwicklung leiden. Unter ihnen stimmen mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Befragten dieser Aussage zu.

„Kinder sind eine Bereicherung unseres Lebens“, sagt Lutz Kaiser, Vorstand der pronova BKK. „Aber ganz klar ist die eigene Familie auch fordernd. Niemand sollte sich mit dieser Aufgabe alleingelassen fühlen.“

Gute Gesundheitsversorgung bestätigt

Gut gelingt das bereits bei medizinischen Fragen. 93 Prozent aller Eltern geben an, dass sie mit der Gesundheitsversorgung ihrer Kinder zufrieden sind. In dieser Hinsicht sind Alleinerziehende und Eltern in Partnerschaft einer Meinung.

Einigkeit besteht allerdings auch in der Ansicht, dass die deutschen Schulen ihr Potenzial noch nicht ausschöpfen. 89 Prozent sowohl der Alleinerziehenden als auch der Befragten mit Partner fordern bessere Bildungsangebote, damit ihre Kinder eine Ausbildung erhalten, die im internationalen Vergleich Bestand hat. Darin spiegelt sich die Sorge wider, dass die Arbeitsbedingungen für die nachrückende Generation schwieriger werden als in der Vergangenheit üblich. Drei von fünf Eltern gehen davon aus, dass ihre Kinder es schwerer als sie selbst haben werden, sich in der Berufswelt zu etablieren.

Zur Studie

Die Umfrage „Junge Familien 2017“ wurde im März 2017 im Auftrag der pronova BKK online durchgeführt. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger mit mindestens einem Kind unter 10 Jahren im Haushalt repräsentativ befragt.

Über die pronova BKK

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen großer Weltkonzerne wie z.B. Ford, Bayer, BASF, Continental und Hapag-Lloyd entstanden. Die Kasse ist bundesweit für alle Interessierten geöffnet. Über 675.000 Kundinnen und Kunden schätzen die persönliche Betreuung, den exzellenten Service und die umfassenden Leistungen. Die pronova BKK ist mit einem dichten Geschäftsstellennetz an rund 80 Kundenservice- und Beratungsstellen vertreten. Sie gehört zu den vier größten Betriebskrankenkassen und zu den größten Krankenkassen in Deutschland. Weitere Informationen unter www.pronovabkk.de


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