Flüchtlingsreport aus Sachsen-Anhalt: 41 Angriffe auf Flüchtlinge! Wieviel Einheimische wurden von Flüchtlingen angegriffen?

Flüchtlingsreport

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Flüchtlingsreport aus Halle. Flüchtlinge und ihre Unterkünfte waren in Sachsen-Anhalt im ersten Halbjahr 41 Mal Ziel politisch motivierter Aggressionen. Damit gab es im Schnitt alle vier bis fünf Tage einen Übergriff. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstag-Ausgabe) unter Hinweis auf Zahlen, die die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Linke) beim Bundesinnenministeriums erfragt hat.

Konkret verzeichnete Sachsen-Anhalts Polizei in den ersten sechs Monaten 18 Fälle von politisch motivierter Körperverletzung gegen Flüchtlinge, drei davon schwer. Zu den weiteren Delikten gehören Beleidigung (9), Bedrohung (4), Volksverhetzung, Sachbeschädigung und das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole (jeweils 3) sowie eine Verleumdung.

Die zuvor extrem hohe Zahl von Übergriffen ist bundesweit rückläufig. Gab es im Jahr 2016 noch 3 500 Fälle, waren es im vergangenen Jahr 2 200 und in der ersten Hälfte dieses Jahres gut 700 Fälle. Linken-Politikerin Jelpke sieht den Rückgang jedoch nicht als Anlass zur Entwarnung. Vielmehr hätten die Angreifer ihr politisches Ziel zum Teil erreicht. „Mit der AfD hat der flüchtlingsfeindliche Mob eine politische Vertretung gefunden“, sagte Jelpke der MZ.

 

Mitteldeutsche Zeitung