Flüchtlingszuzug: Deutsche Schüler in Sachsen-Anhalt in der Unterzahl!

Sachsen-Anhalt

Flüchtlingsreport
Flüchtlingsreport

 

In Sachsen-Anhalt gibt es durch den Zuzug von Flüchtlingen sechs Schulen, in denen deutsche Schüler in der Minderheit sind. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Zahlen des Bildungsministeriums. 10 800 Jungen und Mädchen ohne deutschen Pass lernen derzeit in den Schulen des Landes. Darunter sind EU-Bürger ebenso wie Syrer, die größte Einzelgruppe. Die Verteilung ist jedoch höchst ungleich: Rund 270 Schulen im Land haben nur einen minimalen Ausländeranteil von weniger als drei Prozent.

Nach den Zahlen gefragt hatte der Chef der Linken-Landtagsfraktion, Thomas Lippmann. Die Schulen mit einer Mehrheit nichtdeutscher Schüler sind in Merseburg, Stendal sowie je zweimal in Halle und Magdeburg. Um Kinder mit fehlenden oder schlechten Deutschkenntnissen besser verteilen zu können, hat der Landtag eigens das Schulgesetz geändert. Seit August kann die Schulbehörde Kinder mit Migrationshintergrund einer anderen Schule zuweisen, „wenn dort pädagogisch günstigere Bedingungen für die schulische Integration bestehen“.

Dafür, dass dieser Passus auch genutzt wird, gibt es jedoch keine Anzeichen. Das zeigt eine Anfrage bei den drei Großstädten Halle, Magdeburg und Dessau. An allen weiterführenden Schulen gebe nur begrenzt Platz, erklärte etwa Halles Bildungs-Beigeordnete Katharina Brederlow.

Auf Antrag der Linken wird sich der Landtag in der kommenden Woche mit dem Thema beschäftigen.

 

Mitteldeutsche Zeitung