Gaildorf: Nachtragsmeldung zum versuchten Tötungsdelikt in Gaildorf

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Zweigstelle Schwäbisch Hall, wurden inzwischen insgesamt fünf Tatverdächtige des versuchten Tötungsdeliktes vom 19.01.2019 einem Richter vorgeführt, welcher Haftbefehle erließ. Somit befinden sich alle Personen, die derzeit dringend der Tat verdächtigt werden, in Untersuchungshaft.

Das schwer verletzte Opfer, bei welchem es sich um einen Bekannten der Täter handelt, befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr.

Nach den ersten Ermittlungen der Kripo Schwäbisch Hall sollte der 21-Jährige offensichtlich bestraft werden. Die Hintergründe hierfür vermutet die Polizei im Drogenmilieu. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Schwäbisch Hall dauern an.

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Zum besseren Verständnis hier die Ursprungsmeldung vom 22.01.2019:

Gaildorf: Versuchtes Tötungsdelikt in Gaildorf – Tatverdächtige schnell ermittelt

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Zweigstelle Schwäbisch Hall und des Polizeipräsidiums Aalen.

Am Samstagabend, kurz vor 23 Uhr, wurde dem Polizeipräsidium Aalen von Passanten ein schwer verletzter Mann an der B 19 in Gaildorf, unterhalb des Freibades gemeldet. Vor Ort konnte durch den eintreffenden Rettungsdienst und die Polizei ein 21-jähriger deutscher Mann angetroffen werden, welcher lebensbedrohliche Stichverletzungen aufwies. Noch in der Nacht wurden die Ermittlungen von der Kriminalpolizei übernommen.

Im Laufe des Sonntags wurde bei der Kriminalpolizeidirektion Waiblingen die Ermittlungsgruppe „Kiesel“ mit rund 30 Beamtinnen und Beamten eingerichtet, die ihre Tätigkeit in den Räumlichkeiten des Kriminalkommissariats Schwäbisch Hall aufnahm.

Die Ermittlungsgruppe konnte sehr schnell in Erfahrung bringen, dass sich der 21-Jährige am späten Samstagnachmittag auf einem Supermarktparkplatz in Schwäbisch Hall-Reifenhof mit fünf Bekannten traf und mit diesen gemeinsam mit einem PKW nach Gaildorf fuhr.

Im Bereich des dortigen Freibades kam es zum Angriff auf den 21-Jährigen, in dessen Verlauf der junge Mann mit einem Messer lebensgefährlich im Oberkörperbereich und mit Schnitten im Gesicht verletzt wurde. Anschließend verließen die fünf deutschen Männer im Alter zwischen 20 und 31 Jahren den Tatort mit ihrem Fahrzeug und ließen den lebensgefährlich Verletzten zurück. Der Geschädigte konnte noch selbstständig bis zur B19 laufen, wo er dann von Passanten aufgefunden wurde.

Ersten Ermittlungen zufolge könnte dem Angriff ein Rachemotiv im Sinne einer „Bestrafungsaktion“ zugrunde gelegen haben.

Gegen einen der Beschuldigten wurde bereits am 21.01.2019 auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch den zuständigen Bereitschaftsrichter ein Haftbefehl erlassen. Drei der Beschuldigten werden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn am heutigen Tag dem Richter vorgeführt. Hinsichtlich eines weiteren Beschuldigten wird die Haftfrage derzeit noch geprüft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Zweigstelle Schwäbisch Hall und der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Aalen dauern an.

 

Polizeipräsidium Aalen