Gerechtigkeit für Steffen Brunner: Gegenüberstellung von Indizien und entlastenden Fakten die zur Verurteilung geführt haben!

Steffen Brunner Internet Indizien
Steffen Brunner Internet Indizien

Im Folgenden werden die Indizien, die zur Verurteilung geführt haben und die entlastenden Fakten gegenübergestellt.

 

Gerechtigkeit für Steffen Brunner
Gerechtigkeit für Steffen Brunner

 

 

Indizien   Entlastende Fakten

 

Schraubendreher

Der Schraubendreher lag im Flur der Geschädigten auf dem Boden, welcher der Marke der Firma meines Mannes zuzuordnen war und an dem sich seine DNA befand. Er wurde jedoch nicht als Tatwerkzeug eingesetzt, da sich an ihm weder Blutspuren befanden noch das Muster der Verletzungen der Geschädigten auf den Einsatz eines solchen zurückzuführen sind.

Mein Mann stritt bei seiner polizeilichen Vernehmung nie ab, dass der Schraubendreher seiner war. Im Gegenteil: Er sagte aus, dass der Schraubendreher ihm gehöre und er ihn bei den handwerklichen Arbeiten vier Wochen zuvor vergessen habe. Da er aufgrund seines Jobs viele Schraubendreher besaß (er arbeitete im Vertrieb einer Werkzeugfirma), ist es auch nicht ungewöhnlich, dass ihm der Verlust nicht aufgefallen ist. Auf Nachfragen der Polizei, wie er den Schraubendreher bei der Arbeit einsetzte, macht er präzise und nachvollziehbare Angaben: Die Balkonbespannung der Frau war sehr in die Jahre gekommen, sodass sich die Kabelbinder zugezogen hatten und schwer zu durchtrennen waren. Somit musste er sie mit einem Schraubendreher „greifen“, um sie daraufhin mit der Zange durchtrennen zu können. Er erneuerte die Kabelbinder, damit die Balkonbespannung wieder ordentlich befestigt ist.
Stofffasern

Im Auto meines Mannes wurden Stofffasern gefunden. Die Untersuchung ergab, dass es sich bei diesen eventuell um Fasern des Bademantels der Frau handeln könnte. Eine einhundertprozentige Sicherheit konnte von der Forensik nicht bestätigt werden.

Zum einen ist es nicht einmal sicher, dass es sich bei den Fasern tatsächlich um solche des Bademantels der Geschädigten handelt. Die Untersuchung hat lediglich ergeben, dass es sich bei der Fasern um pinke Fasern handelt. Sie könnten genauso von einem Handtuch stammen, von welchen wir zu Genüge zu Hause besitzen. Eine Untersuchung unserer Handtücher, welche die gleiche Farbe aufwiesen, wollte das Gericht nicht durchführen lassen. Zudem konnte mit der angewandten Untersuchungsmethode nicht einmal genau bestimmt werden, ob die Farben mit den Fasern von dem Bademantel übereinstimmen.

Zum anderen gibt es, falls man eine Zugehörigkeit zum Bademantel nach dem oben genannten überhaupt annehmen kann, eine plausible Erklärung, wieso diese im Auto meines Mannes gefunden wurden: Frau K. war starke Raucherin. Sie rauchte ihre Zigarette meist auf dem Balkon, wobei sie vornehmlich ihren Bademantel trug. Die Fasern des Bademantels waren sehr fein, sodass aufgrund der statischen Aufladung viele davon an der Balkonbespannung haften blieben. Die Gutachterin schloss nicht aus, dass die Fasern infolge der handwerklichen Arbeiten an der Werkzeugtasche oder der Kleidung meines Mannes hängen geblieben sind und sich hierdurch im Auto wiedergefunden haben. Dies würde auch erklären, wieso eine nur sehr geringe Menge an Fasern gefunden wurde.

Das großzügige Trinkgeld

Mein Mann soll die gute finanzielle Situation von Frau K. bei seinen handwerklichen Arbeiten deshalb erkannt haben, da sie ihm ein großzügiges Trinkgeld von 10€ für seine Tätigkeit gab.

In der Hauptverhandlung sagten sowohl mein Mann als auch der Arbeitgeber seines Nebenjobs, für welchen er die handwerklichen Tätigkeiten verrichtete, aus, es handele sich bei den 10€ nicht um ein Trinkgeld, sondern dieser Betrag war bereits zuvor mit Herrn K. (Inhaber des Geschäfts) im Termingespräch mit der Geschädigten vereinbart worden. Zudem kann bei einem Betrag von 10€ wohl kaum von einem großzügigen Trinkgeld gesprochen werden, anhand dessen mein Mann derartig genaue Einblicke in die Vermögensverhältnisse der Geschädigten erlangen konnte.
Das Motiv: Finanzielle Situation

Das Motiv meines Mannes soll die prekäre familiäre Vermögenslage gewesen sein. Mein Mann und ich hatten einen Kredit aufgenommen, um einen Umzug und die damit verbundenen Renovierungsarbeiten zu finanzieren. Aufgrund diesen Kredits sah mein Mann, laut Anklage, keinen anderen Ausweg, als Frau K. zu überfallen und sich somit bereichern zu können, um die finanzielle Situation aufzubessern.

In der Hauptverhandlung wurde unsere finanzielle Situation genau betrachtet. Dabei konnte festgestellt werden, dass eine prekäre in keinem Fall vorlag: Der Kredit belief sich auf 35.000 € und wurde von uns immer gedeckt. Er wies eine Bonität von durchschnittlich 93 Punkten auf. Es waren darüber hinaus keine Anhaltspunkte ersichtlich, aus denen auf eine unerträgliche Situation geschlossen werden konnte. Sowohl mein Mann als auch ich waren voll berufstätig und hatten gemeinsam ein anständiges Einkommen.

Zudem konnten wir in der Hauptverhandlung überzeugend versichern, dass sowohl mein Onkel als auch mein Vater vermögend sind und, falls eine prekäre Lage überhaupt entstanden wäre, jederzeit ausgeholfen hätten.

Bei der Tat soll sich mein Mann an dem Schmuck der Frau, der einen Wert von ca. 70.000€ aufwies, bedient haben; so lautete zumindest die Anklage. Am ersten Verhandlungstag stellte sich heraus, dass die Polizei unsauber gearbeitet hatte und sich der Schmuck bereits im Gewahrsam der Vermögensverwalterin von Frau K. befand. Außer dem Portmonnaie und der darin befindlichen Geldkarte sowie einem geringen Betrag an Bargeld wurde nichts weiter entwendet.

Fußabdruck

Am Tatort wurde ein Fußabdruck aus Blut gefunden. Dieser wurde von Anfang an als Täterabdruck angesehen. Deshalb wurde mein Mann während der Ermittlungen gebeten sich in die Forensik zu begeben und dort Fußabdrücke nachzustellen, um überprüfen zu können, ob es sich um seinen Fußabdruck am Tatort handelt. Mein Mann kooperierte und befolgte die Anweisung der Polizeibeamten.

In der Hauptverhandlung stellte die Forensikerin Frau V. das Ergebnis vor: Das Muster des Fußabdruckes meines Mannes stimmte in keinem Fall mit dem Gefundenen am Tatort überein. Vielmehr hat mein Mann ein besonderes Laufmuster, sodass er einen solchen Fußabdruck unter keinen Umständen hinterlassen kann. Daraufhin wurde das Ergebnis der Untersuchung vom Gericht stark angezweifelt, da das Profil des Schuhs bei den Proben nicht mit dem Tatort übereinstimmte. Diesen Parameter wollte das Gericht jedoch berücksichtigt haben, sodass ein neues Gutachten mit den passenden Schuhen gefordert wurde. Mein Mann ließ sich auch hierauf anstandslos ein. Mehrere Stunden wurden mit den extra aus Amerika eingeflogenen Schuhen verschiedenste Abdrücke mit Schweineblut nachgestellt. Hierbei wurden Abdrücke auf etlichen Untergründen erstellt um jeglichen Parameter auszuschließen. Auch dieses Ergebnis präsentierte die Gutachterin in der Hauptverhandlung, dieses Mal noch überzeugter davon, dass der Fußabdruck eindeutig nicht von meinem Mann stammen kann. Keiner der nachgestellten Fußabdrücke war auch nur ansatzweise vergleichbar mit dem, der am Tatort gefunden wurde.

Im Urteil wurde dieses Ergebnis damit abgetan, dass der von Anfang an so wichtige Fußabdruck dann letzten Endes doch nicht mehr vom Täter stammte. Vielmehr sei er von den Polizeibeamten beziehungsweise von den Rettungssanitätern verursacht worden. Dass auch dies von der Forensikerin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen wurde, da sie hierzu Ermittlungen anstellte und zu dem Ergebnis kam, dass alle Beamten und Helfer Sicherheitsschuhe trugen, wurde vom Gericht einfach übergangen.

 

Das Alibi

Mein Mann hat zudem für den Tatzeitraum ein Alibi.

Unsere Tochter sagte vor Gericht aus, dass er an diesem Tag um 11:45 Uhr zu Hause war und Mittagspause gemacht habe. An den Tag erinnern kann sie sich so genau, da sie nachweislich ihre Einführungswoche in der Universität hatte und am Abend zuvor sehr lange aus war und dementsprechend lange schlief. Des Weiteren bestätigte sie, dass er gegen 12:30 Uhr das Haus verließ, jedoch 15-20 Minuten später zurück kehrte und über Durchfall klagte. Gegen 13 Uhr bat ihn unsere Tochter sie zur S-Bahn zu ihrem Auto zu fahren, das sie am Tag zuvor es dort abgestellt hatte, um mit der Bahn nach Darmstadt zu fahren.

Unabhängig vom Alibi unserer Tochter bestätigte ein Kunde meines Mannes, dass er an diesem Tag gegen 13:20/13:30 Uhr bei diesem erschien. Die Fahrt von der S-Bahn Station bis zu dem Kunden dauert ca. 25 Minuten. Somit konnte mein Mann ein lückenloses Alibi vorweisen.

Auch das ließ das Gericht sehr unbeeindruckt, die Zeiten wurden verzehrt, sodass sie in das Raster der Tat passten. Danach soll mein Mann die Tat um 13 Uhr begangen haben, daraufhin nach Hause gefahren sein, sich gereinigt haben, dann seine Tochter zur S-Bahn gefahren haben und letztlich noch den Kunden angefahren haben, bei welchem er laut Gericht um 13:45 Uhr angekommen sein soll. Dass dieses Zeitfenster überhaupt nicht möglich ist, da sich mein Mann erstens sowohl von seinen Klamotten sowie der Tatwaffe entledigen hätte müssen (andererseits hätten Blutspuren im Auto gefunden werden müssen) und zweitens intensiv gereinigt haben müsste. Dies wäre zum einen seiner Tochter aufgefallen, die zu Hause war und an diesem Tag nichts Ungewöhnliches bemerkte, zum anderen hätte mein Mann sie nicht in seinem Auto mitgenommen, wenn er sich zuvor blutverschmiert damit vom Tatort entfernt hätte.

Ebenfalls stellt sich mir die Frage: Kann ein liebender Familienvater eine solch grausame Tat begehen und danach seine Tochter zur S-Bahn fahren und unbekümmert einen Kunden besuchen (dem ebenfalls, laut Zeugenaussage, nichts Ungewöhnliches am Verhalten meines Mannes aufgefallen ist), ohne dass jemandem etwas an seinem Verhalten auffiel. Kann sich ein liebender Familienvater nach der Arbeit abends mit seiner Frau und seiner Tochter an den Tisch setzen, von seinem Tag erzählen, ohne dass uns etwas an seinem Verhalten seltsam vorkam?

Der Zeuge, der den Täter sah

Der Täter kletterte über den Zaun des Hauses um zu fliehen. Im gegenüberliegenden Haus hielt sich der Zeuge W. zu dieser Zeit in seiner Dachgeschosswohnung auf. Er schaute aus dem Fenster und sah den Täter. Bei der Polizei fand eine Gegenüberstellung des Zeugen W. und meinem Mann statt. Der Zeuge bestätigte nicht, dass es sich bei dem von ihm wahrgenommenen Täter um meinen Mann handelt. Vielmehr sagte er aus, dass die Statur meines Mannes nicht die Gleiche des Täters sei, da der Täter eine viel breitere Statur aufwies. Des Weiteren habe der Täter lichtes, graues Haar gehabt, was ebenfalls nicht auf meinen Mann zutrifft. (Siehe Bild auf der Startseite)

Der zweite Zeuge

Nach dem Täter wurde über das Fernsehen gesucht. Aufgrund der Täterbeschreibung des Zeugen W. meldete sich ein Dönerladenbesitzer, dem an diesem Tag ein Mann aufgefallen sei, der auf diese Beschreibung passte. Zudem sei dem Dönerladenbesitzer der Mann sehr seltsam vorgekommen, woraufhin er sich das Kennzeichen notierte. Anhand des Kennzeichens konnte ein Mann ermittelt werden, der im Nachbarort des Tatortes wohnte. Dieser Mann war einschlägig wegen Körperverletzungsdelikten vorbestraft.

Eine Vernehmung diesen Mannes fand nicht statt. Vielmehr wurde in den Akten vermerkt: „Ermittlungen eingestellt“. Inwieweit Ermittlungen überhaupt stattgefunden haben, ist nicht ersichtlich.

Die Aussage der Geschädigten

Zwar kann sich die Geschädigte an den Tattag nicht mehr erinnern. Sie sagte jedoch vor Gericht aus, dass sie nicht glaube, dass der Handwerker die Tat begangen hat.

Keine Blutspuren – keine DNA

Sowohl das Ergebnis der Hausdurchsuchung als auch die Überprüfung des Autos meines Mannes ergab keine Ergebnisse. Auch das Auto unserer Tochter und meins wurden untersucht. Ohne Ergebnis. Es konnten keinerlei Blutspuren festgestellt werden.

Der Täter muss jedoch, laut forensischen Untersuchungen, mehrmals auf die blutende Wunde des Opfers eingeschlagen haben. Dabei ist das Blut bis an die Wände gespritzt.

Wenn dem aber so war, dann ist es absolut unmöglich, dass sich kein Blutstropfen an der Kleidung beziehungsweise im Auto meines Mannes befand.

Die Möglichkeit, dass der Täter einen Overall trug, schloss das Gericht aus, denn der Täter wollte gerade nicht auf die Geschädigte treffen, sondern heimlich bei ihr einsteigen und sie bestehlen. Demnach kann er auch nicht für eine mögliche Konfrontation mit der Bewohnerin ausgerüstet gewesen sein.

Verschwundene Indizien

Anzumerken ist, dass während der Ermittlungen Sachen auf kuriose Art verschwunden sind, die meinen Mann eventuell entlasten hätten können.

Zum einen wurde am Tatort ein Ast sichergestellt, an dem sich der Täter beim Herunterklettern vom Balkon der Geschädigten festgehalten haben muss. Dieser Ast ist in den Akten bildlich festgehalten und laut Aktenvermerk sichergestellt worden. Seltsam ist, dass forensische Untersuchungen an diesem nie stattgefunden haben, da er merkwürdigerweise nie in der Forensik eintraf.

Zum anderen wurden die Mobilfunkdaten meines Mannes ausgewertet. Der Mobilfunkanbieter leitete die Ergebnisse an die Polizei weiter. Dort wurden sie seltsamerweise unwiderruflich gelöscht, sodass sie vor Gericht nicht verwertet werden konnten.

Kabelbinder

Am Tatort wurden Kabelbinder gefunden, an welchen Blut der Frau haftete. DNA-Spuren meines Mannes wurden an diesen nicht gefunden.

Es ist merkwürdig, dass auf dem Schraubendreher DNA meines Mannes gefunden wurde, sich auf den Kabelbindern jedoch keinerlei solcher Spuren entnehmen ließ. Der Täter muss, laut Gericht und Gutachtern, Handschuhe getragen haben.

Wie kann das sein, dass mein Mann den Schraubendreher anscheinend ohne Handschuhe anfasste, die Kabelbinder jedoch offenbar mit Handschuhen berührte? Ein Wiederspruch, auf den das Gericht auch keine plausible Antwort fand.

Handwerkerverkleidung“

Laut Zeugenaussagen muss der Täter Handwerksklamotten getragen haben.

Wieso sollte sich mein Mann, wenn er vier Wochen zuvor handwerkliche Tätigkeiten bei der Geschädigten verrichtete, die Tat als Handwerker verkleidet begehen? Die Wahrscheinlichkeit, dass der Verdacht auf ihn fällt, wäre immens hoch. Und wieso sollte er dann auch noch ausgerechnet die zwei Dinge mit sich führen (Schraubendreher, Kabelbinder) die er Wochen zuvor bei den Handwerksarbeiten bei sich trug?

Link zur Homepage:

https://www.gerechtigkeit-brunner.de/Indizien/

 

Gerechtigkeit für Steffen Brunner – In dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten!