Gießen: Neun Schwarzarbeiter nach Zollkontrollen auf Baustellen in Mittelhessen festgenommen!

 

Bei Schwarzarbeitskontrollen des Zolls in der Baubranche haben Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in den letzten Tagen neun ausländische Arbeiter vorläufig festgenommen.

Bei der Überprüfung des Umbaus eines Einfamilienhauses in Ober-Mörlen (Wetteraukreis) trafen die Zöllner neben dem Hauseigentümer drei Albaner und einen Montenegriner an, die mit Pflasterarbeiten beschäftigt waren. Keiner der Arbeiter im Alter von 29 bis 52 Jahren verfügte über eine notwendige Arbeitserlaubnis. Alle hatten lediglich ein sogenanntes „Touristenvisum“. Der Bauherr gestand ein, dass er die Männer beschäftigt hatte. Sie wurden wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt vorläufig festgenommen.

Bei Abrissarbeiten einer Halle in Limburg gingen den Schwarzarbeitskontrolleuren fünf Ukrainer im Alter von 39 bis 42 Jahren ins Netz, die ebenfalls ohne gültige Arbeitspapiere beschäftigt wurden. Sie arbeiteten angeblich mit vier ungarischen Arbeitern für eine ungarische Baufirma, die aber auch keine Papiere für die Männer vorlegen konnte. Darüber hinaus gab es Hinweise, dass auch der vorgeschriebene Mindestlohn nicht gezahlt wurde. Die Fünf wurden ebenfalls wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt vorläufig festgenommen.

In beiden Fällen wurden die ausländischen Schwarzarbeiter nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von je 200 Euro und Einbehaltung ihrer Reisepässe den zuständigen Ausländerbehörden überstellt. Die verfügten die Ausreise in die Heimatländer und verhängten ein befristetes Einreiseverbot.

Gegen ihre Arbeitgeber ermittelt der Zoll wegen illegaler Ausländerbeschäftigung.

Hauptzollamt Gießen