Glyphosat: Frau Ministerin Dr. Barbara Hendricks, „Übernehmen Sie Verantwortung!“


Barbara Hendricks photo
Photo by UNclimatechange

 

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Berlin  – Unter der Federführung von Susanne Günther (https://schillipaeppa.net) haben die Agrarblogger Bernhard Barkmann, www.blogagrar.de, und Bauer Willi, www.bauerwilli.com, einen offenen Brief an Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks geschrieben. Anlass ist ein Treffen des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Nahrungs- und Futtermittel (PAFF) am 19. Juli 2017 zu einer erneuten Diskussion über Glyphosat. In dem Brief kritisieren die Landwirte die Argumentation des Bundesumweltministeriums (BMUB) und die Position von Bundesministerin Barbara Hendricks in der Diskussion um die Wiederzulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat. Das BMUB und Bundesministerin Hendricks stützten sich auf eine Veröffentlichung des Umweltbundesamtes (UBA). In dieser gehe es um Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln generell, nicht im Speziellen um Glyphosat. „Natürlich lässt Glyphosat, wie auch andere Herbizide, Pflanzen absterben und reduziert damit die Vielfalt auf dem Acker. Das tun mechanische Verfahren der Unkrautkontrolle auch und ist das Wesen jeglichen Ackerbaus, egal ob konventionell oder Bio“, so die Landwirte. „Wenn vor der Aussaat statt mit einem Herbizid mit dem Pflug „reiner Tisch“ gemacht wird, sind von der Ackerfläche auch sämtliche Pflanzen verschwunden. Hinzu kommt, dass durch wendende Bodenbearbeitung massiv in die Fauna eingegriffen wird. Der WWF meldet, dass durch Pflügen 90 Prozent der Amphibien auf der Fläche getötet werden. Nicht nur aus diesem Grund hat sich in der Landwirtschaft das Verfahren der Minimalbodenbearbeitung immer weiter etabliert. Im Bio-Landbau wird der Pflug weitaus häufiger zur Unkrautbekämpfung eingesetzt“, erläutern die Agrarblogger. Es sei sinnvoll, bei der Diskussion um Herbizide und insbesondere bei Glyphosat die Auswirkungen des gesamten Ackerbausystems auf die Biodiversität zu betrachten, nicht die Wirkung einer einzelnen Maßnahme. Die Landwirte argumentieren: „Bei einem direkten Vergleich schneiden Mulch- und Direktsaatsysteme sehr gut ab: Regenwürmer, Laufkäfer und Spinnen profitieren davon, dass Erntereste und anderes organisches Material an der Bodenoberfläche bleiben. Neben den positiven Aspekten bei der Biodiversität hat der Verzicht auf den Pflug weitere Vorteile: Die Bodenstruktur bleibt erhalten und die Wasseraufnahmefähigkeit wird erhöht. Beides schützt sowohl vor Wind- als auch vor Wasser-Erosion. Auch CO2-Emissionen werden durch konservierende Bodenbearbeitung reduziert, da sich Häufigkeit und Intensität reduziert. Das ist ein Grund, warum auch die Welternährungsorganisation der UN, die FAO, den Entscheidungsträgern in der EU empfiehlt, diese konservierende Bodenbearbeitung zu fördern.“ Die Agrarblogger Günther, Barkmann und Bauer Willi fordern die Bundesumweltministerin auf, ihre Haltung gegenüber der Wiederzulassung von Glyphosat zu überdenken. Ansonsten würden gerade die Landwirte abgestraft, die sich besonders viel Gedanken um Fruchtfolgen, Zwischenfruchtanbau, Bodenschutz, Reduzierung von Emissionen sowie die Wechselwirkungen in der Natur machten. Der offene Brief im vollständigen Wortlaut ist nachzulesen unter: https://schillipaeppa.net www.blogagrar.dewww.bauerwilli.com


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