Greenpeace-Aktivisten demonstrieren an Deutschlands schmutzigstem Kohlekraftwerk für mehr Klimagerechtigkeit!


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Neurath  – 10. 11. 2017 – Für mehr Gerechtigkeit beim Kampf gegen die Erderhitzung demonstrieren Aktivisten von Greenpeace und Betroffene aus der Pazifikregion heute gemeinsam am Braunkohlekraftwerk in Neurath. Auf die Kühltürme des Kraftwerks projizieren die Klimaschützer in riesigen Leuchtbuchstaben „Kohle zerstört unsere Zukunft“, sowie die Portraits von Menschen aus aller Welt, die von Industriestaaten wie Deutschland mehr Engagement fordern. Die Folgen des Klimawandels gefährden schon heute die Existenz pazifischer Inselstaaten. Immer stärkere Wirbelstürme und der steigende Meeresspiegel drohen sie unbewohnbar zu machen. „Auch deutsche Kohlekraftwerke heizen den Klimawandel weiter an“, sagt Karsten Smid, Greenpeace-Klimaexperte. „Löst Bundeskanzlerin Merkel ihre eigenen Klimaversprechen nicht ein, enttäuscht sie die Hoffnung, die Millionen vom Klimawandel bedrohte Menschen in das Pariser Abkommen gesetzt haben.“

Das Kohlekraftwerk Neurath ist mit einer Leistung von 4400 Megawatt das größte in Deutschland und mit einem CO2-Ausstoß von 32 Millionen Tonnen das schmutzigste. Deutschland fördert und verfeuert mehr klimaschädliche Braunkohle als jedes andere Land der Welt. Ein immer größerer Teil des Kohlestroms wird inzwischen ins europäische Ausland exportiert, weil ihn der wachsende Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland überflüssig macht. Mit 15 Gigawatt könnten etwa 35 der ältesten Braunkohleblöcke in Deutschland sofort abgeschaltet werden, ohne dadurch die Stromversorgung zu gefährden, hat bereits 2015 eine Studie von Energy Brainpool im Auftrag von Greenpeace gezeigt. „Ohne den Ausstieg aus der Kohle kommt Deutschland beim Klimaschutz nicht voran“, so Smid. „Nur wenn die nächste Bundesregierung einen gesetzlich verankerten Fahrplan zum Kohleausstieg beschließt, und bis spätestens 2030 den letzten Kohlemeiler vom Netz nimmt, leistet Deutschland einen fairen Beitrag zum Klimaschutz.“

Ausbau Erneuerbarer Energien zeigt sich nicht in Klimabilanz

50 Kilometer entfernt von Neurath verhandeln in Bonn knapp 200 Staaten darüber, wie der Ausstoß an Treibhausgasen rasch genug gesenkt werden kann, um die katastrophalsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Als Gastgeber der UN-Klimakonferenz steht Deutschland dabei unter besonderer Beobachtung. Während das Land den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung innerhalb von wenigen Jahren auf etwa ein Drittel ausgebaut hat, schlägt sich diese Anstrengung nicht in der Klimabilanz nieder. Deutschland wird 2017 voraussichtlich im zweiten Jahr in Folge mehr Treibhausgase statt weniger ausstoßen. Angela Merkels Versprechen, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken, droht ohne Einschnitte bei der Kohleverstromung um ein sattes Viertel verfehlt zu werden.

Während Länder wie Großbritannien, Kanada und Italien inzwischen den Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Kohle beschlossen haben, sträuben sich FDP und Union bei den derzeitigen Sondierungsgesprächen eine Jamaika-Koalition gegen einen Kohleausstieg.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Karsten Smid, Tel. 0171-8780821, oder Pressesprecher Björn Jettka, Tel. 0151-72702918. Fotos erhalten Sie bei Sonja Umhang, Tel. 0151-14076819, TV-Material bei Sonka Terfehr, Tel. 0175-5891718. Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.


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