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Osnabrück  – Gysi: Merkel macht Kohls Fehler

Osnabrück. Gregor Gysi, ehemaliger Fraktionschef der Linken im Bundestag, sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch bei der Frage eines würdigen Abgangs in direkter Nachfolge ihres Förderers und Vorgängers Helmut Kohl. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) sagte der Politiker und Autor, Merkel hätte in der Mitte der letzten Legislaturperiode sagen müssen, dass es ihre letzte ist, und dass die CDU einen neuen Kandidaten aufstellen soll.“ Den „Fehler“, das nicht zu tun, habe auch Helmut Kohl gemacht, gegen den sich Merkel gegen Ende seiner Amtszeit stellte.

Gysi selbst wollte seinen Abschied vom Amt anders gestalten, wie er sagte. „Denn ich wollte genau das nicht, dass alle sagen, der redet nur noch dummes Zeug, merkt es aber nicht.“ 2015 gab er seinen Posten ab. Heute ist der 70-Jährige einfacher Bundestagsabgeordneter, gefragter Redner und erfolgreicher Schriftsteller. Seine Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig“ steht aktuell an der Spitze der „Spiegel“-Bestsellerliste.

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Gysi: Die SPD schadet sich gern selbst

Osnabrück. Linken-Ikone Gregor Gysi hat der SPD erneut zum Gang in die Opposition geraten. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) sagte er, die Partei wisse, dass sie „verliert, wenn sie in die Große Koalition geht. Aber das ist ja für die SPD kein Grund, den Weg nicht zu gehen. Sie schadet sich ja gerne selbst“, so der 70-Jährige. „Es wäre aber viel mutiger gewesen zu sagen: Nein, machen wir nicht. Minderheitsregierung. Das wäre schön gewesen“, fügte Gysi hinzu.

Einer geeinten Linken, wie sie der frühere SPD- und Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine vorgeschlagen hat, kann Gysi etwas abgewinnen. „Die Idee der Sammlungsbewegung finde ich gut.“ Er bekräftigte jedoch seine Warnung vor der weiteren Entwicklung: „Was mich stört, ist der nächste Schritt, der dann folgen soll, eine neue Volkspartei. Die halte ich für falsch, denn das zersplittert. Daher sage ich: Sammlungsbewegung ja, neue Partei nein.“

Auf die Frage, ob er, sollte es im Bund doch einmal zu einer rot-rot-grünen Regierung kommen, wieder ein Amt übernehmen würde, antwortete Gysi mit einem Lachen und den Worten: „Wenn Rot-Rot-Grün doch noch kommt, werde ich Kanzler. Darunter mache ich es nicht mehr.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung