Krisenforscher: „Es gibt weniger echte Krisen, aber mehr mediale Empörung“


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Hamburg  – Die Zahl „echter“ Krisenfälle bei Flugzeugabstürzen, Hotelbränden oder tödlichen Lebensmittelvergiftungen ist in den letzten Jahren nach einer Auswertung des Kieler Krisenforschers Frank Roselieb um etwa ein Drittel gesunken. Gleichzeitig sei jedoch die Zahl „gefühlter“ kommunikativer Krisen bei Skandalen und Enthüllungen zusammen mit „medialen Empörungen“ in etwa gleichem Umfang gestiegen, erklärte Roselieb in einem Interview mit dem Hamburger Medienmagazin ’new business‘.

„Wir regen uns über immer unspektakulärere Krisenfälle auf – und übersehen dadurch vielleicht irgendwann einmal die wirklich wichtigen“, sagte Roselieb, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Krisenforschung, einem „Spin-Off“ der Universität Kiel. Sein Institut wertet in Datenbanken nahezu alle öffentlich gewordenen Krisenfälle in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 1984 aus. Nach einer Definition des Experten hat bei einer Krise anders als bei einer Katastrophe die „Wende zum Schlimmen“ noch nicht stattgefunden.


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