Lehrermangel in Sachsen-Anhalt: Zunehmende Berufsunfähigkeit verschärft Lage in Klassenzimmern!

Lehrermangel

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Lehrermangel – Zunehmende Berufsunfähigkeit unter Lehrern verschärft die angespannte Lage in Sachsen-Anhalts Schulen. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Anzahl berufsunfähiger Lehrer tendenziell erhöht, obwohl weniger Pädagogen im Land arbeiten. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Samstagsausgabe) mit Verweis auf Zahlen des Landes-Bildungsministeriums. Demnach schieden im Schuljahr 2003/04 noch 33 Lehrer berufsunfähig aus, in den vergangenen drei Jahren schwankten die Zahlen hingegen zwischen 39 und 51. „Insgesamt ist ein deutlicher und gefährlicher Anstieg zu erkennen“, sagte Linken-Fraktionschef und Bildungsexperte Thomas Lippmann dem Blatt. „Das ist ein Baustein, der die Lage an den Schulen verschärft.“ Ein Grund sei, dass Lehrer in Sachsen-Anhalt überlastet seien. Hinzu komme der hohe Altersschnitt der Lehrerschaft: „Zwei Drittel sind über 55 Jahre alt“, sagte Lippmann. So sei auch zu erklären, dass die Zahl der Dauerkranken an den Schulen ansteige.

Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte der Zeitung: „Jeder Fall von Berufs- und Dienstunfähigkeit ist sowohl für die betroffenen Lehrkräfte als auch für das Schulsystem immer ein harter Einschnitt.“ Klar sei aber, „dass wir – im Gegensatz zu früheren Zeiten – aktuell die durch Berufsunfähigkeit ausscheidenden Lehrkräfte ersetzen können“. Das Land unternehme „viele Anstrengungen im Bereich der Präventionsarbeit“. Die Maßnahmen würden regelmäßig überprüft und angepasst.

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Mitteldeutsche Zeitung