Leipzig: Staatsschutz ermittelt polizeibekannte Täter an Holocaust Gedenkstätte nach MDR-Interview!

 

Ort: Leipzig, OT Zentrum, Gottschedstraße
Zeit: 12.10.2017, 16:00 Uhr

Drei Mitarbeiter eines MDR-Teams beabsichtigten, mit einem Überlebenden des Holocaust an der Gedenkstätte in der Gottschedstraße ein Interview zu führen und einen Beitrag darüber zu erstellen. Unmittelbar nach den Aufnahmen und dem Dreh befanden sich diese Personen noch an der Gedenkstätte und unterhielten sich. Plötzlich nahmen sie zwei männliche Personen wahr, die lauthals herumschrien, in Richtung der Personen den „Stinkefinger“ zeigten, spuckten und obszöne Gesten verübten. Außerdem hatte einer dieser beiden den Hitlergruß gezeigt. Die Mitarbeiter konnten noch mit der Kamera Bilder „einfangen“ zu den beiden Personen. Umgehend erstatteten sie Anzeige im Polizeirevier Leipzig-Zentrum. Das Dezernat Staatsschutz hatte daraufhin die weiteren Ermittlungshandlungen übernommen und arbeitete mit Hochdruck an diesem Sachverhalt. Anhand der verbreiteten Bilder durch auf der Plattform der Produktionsfirma und den verschiedenen sozialen Netzwerken kamen die Beamten den beiden Täter auf die Spur. Die Straftat wurde aufgeklärt. Als Täter wurden zwei Leipziger im Alter von 34 und 23 Jahren ermittelt. Beide sind schon wegen mehrerer Delikte der gefährlichen Körperverletzung und als Betäubungsmittelkonsumenten bekannt. Gegen den 34-jährigen Tatverdächtigten lag auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor. (Vo)