#Loveparade-Katastrophe: SPD fordert Würdigung der Opfer

 

Bielefeld. Als eine Konsequenz aus dem bisherigen Loveparade-Prozess hat die SPD im nordrhein-westfälischen Landtag eine Würdigung der Opfer der Katastrophe gefordert. In einem Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Donnerstagausgabe) sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty, er könne „verstehen, dass viele Menschen dieses Ergebnis als unbefriedigend empfinden“. Der Strafprozess wurde gegen die meisten Angeklagten eingestellt. Umso mehr „sind wir jetzt dringend dazu aufgerufen, den Opfern, ihren Familien und Freunden eine angemessene Erinnerung an diese schreckliche Tragödie zu ermöglichen“.

Kutschaty zeigte sich offen in der Frage, ob man sich im NRW-Landtag auf einen Gedenktag oder einen Erinnerungsort einigt. „Darüber sollten wir bald mit den Angehörigen sprechen“, sagte er angesichts der Katastrophe aus dem Juli 2010 in Duisburg mit 21 Toten. Der SPD-Politiker verlangte zudem „einen verbindlichen Rechtsrahmen für Großveranstaltungen“. Mitarbeiter eines städtischen Bauamts seien ausgebildet, um über Baugenehmigungen zu entscheiden. „Stattdessen werden sie als Event-Manager eingesetzt.“ Die oppositionelle SPD hatte im Düsseldorfer Landtag einen Entwurf für ein Veranstaltungsgesetz eingebracht, um die Sicherheit von Großveranstaltungen zu gewährleisten.

 

Neue Westfälische