Medizin: Gesetz zu schnelleren Arztterminen: Patientenschützer fordern Kontrollen

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Gesetz zu schnelleren Arztterminen: Patientenschützer fordern Kontrollen

Stiftung Patientenschutz lobt Spahns Vorschlag und sieht Kassenärztliche Vereinigungen in der Pflicht

Osnabrück. Aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz ist es richtig, die Sprechstundenzeiten der Kassenärzte um fünf Wochenstunden zu erhöhen. Allerdings müsse die Umsetzung auch tatsächlich kontrolliert werden, forderte Stiftungsvorsitzender Eugen Brysch im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Brysch sagte: „Für viele Mediziner wird sich dadurch nichts ändern, da sie ohnehin mehr Stunden anbieten. Alle anderen sind nun in der Pflicht.“ Nun werde es „darauf ankommen, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen dies auch in der Praxis überprüfen“, sagte Brysch. Bisher seien sie jedoch „ihrer Kontrollpflicht nicht nachgekommen“, kritisierte er.

Brysch forderte zudem, dass die Ärzte „diese Chance im Sinne der pflegebedürftigen und schwerstkranken Menschen“ auch nutzten: „Rund ein Fünftel weniger Hausbesuche in acht Jahren sind alarmierend“, warnte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz. Auch müsste es möglich sein, dass Pflegebedürftige Hausbesuche von Fachärzten über die zentralen Terminservicestellen vereinbarten. „Hier muss Bundesgesundheitsminister Spahn den Entwurf nachbessern“, forderte Brysch.

Neue Osnabrücker Zeitung