Merkel will mit Billigflieger Punkte sammeln

By Snifjaku [CC BY-SA 4.0 ], from Wikimedia Commons

Das Thema Flugkosten, nebst Luxus in so mancher Regierungsmaschine, ist nicht das erste Mal Thema öffentlicher Betrachtungen. Die unterschiedlichsten Düsenflieger eignen sich nicht in jedem Fall, das Renommee der beförderten Personen zu heben. Ob Despoten, Egomanen oder doch nur bescheiden daherkommende Handlungsreisende, da scheint es für jeden etwas zu geben. Angela Merkel backt diesbezüglich gerade kleine Brötchen. Offenbar hat sie eine völlig neue Strategie in Sachen Regierungsfliegerei entwickelt.

Das Thema Reisen, Auswandern Zu- und Umzug nebst Migration und Asyl hat sie in den vergangenen Jahren arg in Verruf gebracht. Unter solchen Aspekten wird eine Meldung wie diese: „Gebrauchter Airbus A321 als Regierungsflugzeug fast fertig“, dann sehr viel verständlicher. Ihre neue Masche kann durchaus aufgehen. Nur nicht an unnötigen Stellen noch Öl ins Feuer gießen und so den ohnehin schon arg keifenden Steuerzahler weiter strapazieren. Stattdessen lieber einen 18 Jahre alten Gebrauchtflieger als Dienstgefährt schlucken.

Was andere Machtmenschen in diesem Zusammenhang so treiben und was die sich den Spaß auf Kosten der werktätigen Bevölkerung kosten lassen, kann man auf dieser Seite nachlesen: Die Jets der Weltpolitiker. Auf derselben Seite ist auch Angela Merkel mit ihrer bisherigen Flotte noch ausführlich beschrieben. Ihre Maschine, namens „Konrad Adenauer“, ist mit 300 Millionen US-Dollar im Vergleich zu den übrigen dort gelisteten Maschinen vergleichsweise bescheiden. Die neue Gebrauchte, über die die Süddeutsche berichtete, wird diesen Trend vermutlich halten können. Damit kann Merkel eine weiteres Sinnbild ihrer Bescheidenheit präsentieren.

Was macht die Polit-Flieger so teuer?

Analog zur regulären Propaganda, der wird täglich aufs neue erliegen dürfen, verhalten sich auch die Aussagen zu den kostentreibenden Faktoren bei den Regierungsfliegern. Geht es beispielsweise um Putin, so besteht seine Inneneinrichtung offensichtlich nur aus Gold, was wohl auf seine Dekadenz und Abgehobenheit hinweisen soll. Das kann man hier nachlesen: Luxus-Flugzeuge für Staatsoberhäupter ✈️ Wie dekadent Regierungschefs reisen . Dabei hat Gold sogar eine antisemitische Wirkung, was goldene Klobrillen gleich wieder sympathischer macht. Aber beim zweiten Lesen wird man auch Putin eine Menge Elektronik und Sicherheit zugestehen müssen.

Genau der Faktor Sicherheit ist es, der zumindest bei allen anderen Politikern dieser Welt und ihren Flugzeugen angeblich die Kosten in die Höhe treibt. Welche speziellen Einrichtungen das im einzelnen sind, wird in solchen Berichten zumeist nicht erwähnt. Das rangiert vornehmlich unter der Rubrik „militärisches Staatsgeheimnis“. Und weil Angela Merkel in Deutschland eben nicht beliebter wird, investiert sie lieber in eine funktionierende Raketenabwehr für ihren Flieger, als in weichere Polster. Man könnte dies auch ein Indiz dafür werten, dass sie ihr eigenes (wohl auch politisches) Überleben überaus hoch bewertet. Dem geflügelten Wort folgend: „Der eigene Hintern ist einem stets am nächsten“.