#Monheim: „#Falsche #Polizeibeamte“ #machen #erneut #Beute!

 

Mettmann – Aus ganz aktuellem Anlass warnt die Polizei im Kreis Mettmann erneut vor dem verstärkten Auftreten „falscher Polizisten“ am Telefon! Diese Trickbetrüger geben sich bei ihren Anrufen als polizeiliche Ermittler aus, um angeblich vor geplanten und unmittelbar bevorstehenden Straftaten von Einbrechern und Räubern zu warnen. Dabei richten sie ihre „Warnungen“ vornehmlich an ältere Mitbürger, um diese zu verunsichern und zu erschrecken, damit diese bereit sind, ihre Ersparnisse und Wertgegenstände in die vermeintlich „sichere Verwahrung“ der in der Regel freundlich, oft aber auch sehr bestimmend und einschüchternd wirkenden Anrufer zu übergeben.

Mehrere Straftatversuche nach vorgenanntem Muster wurden der Polizei im Kreis Mettmann am gestrigen Donnerstag von älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern gemeldet.

In einem angezeigten Fall wurde jedoch eine 76-jährige Seniorin aus Monheim Opfer eines „falschen Polizeibeamten“. Am späten Abend des 11.01.2018 erhielt die Rentnerin von einer angeblichen Kriminalbeamtin einen Anruf, in dem ihr vorgetäuscht wurde, dass sie zeitnah Opfer eines Einbruches werden könnte. Um ihre Ersparnisse und Wertsachen vor diesen Einbrecherbanden in Sicherheit bringen zu können, erkundigte sich die Anruferin nach dem Barvermögen der Rentnerin und kündigte im Verlaufe des Gesprächs an, dass ein Polizist in „zivil“ vorbei kommen werde und das Bargeld an sich nehmen würde, um einen Schaden abzuwenden.

Als es dann nur kurze Zeit später an der Wohnungstür der Seniorin klingelte, ließ die Frau den unbekannten Mann, der sich als „verdeckter Ermittler“ ausgab, in ihre Wohnung und übergab ihm einen Geldbetrag von mehreren tausend Euro, den sie zur Abholung bereit gestellt hatte. Kurz darauf erkannte die Frau den Betrug und informierte die Polizei.

Der unbekannte Trickbetrüger konnte wie folgt beschrieben werden:

   -	ca. 25 Jahre alt 
   -	Ca. 180 cm groß, schlanke Statur 
   -	westeuropäisches Aussehen 
   -	kurze, blonde Haare 
   -	sprach akzentfreies Deutsch 

Sachdienliche Hinweise zu aktuellen Ereignissen dieser Art nimmt die örtliche Polizei in Monheim, Telefon 02173/95946350, jederzeit entgegen. Aber auch alle anderen Polizeidienststellen und der Notruf 110, nehmen aktuelle Hinweise zu solchen Taten und Tatversuchen jederzeit entgegen.

Aus gegebenem Anlass appelliert die Polizei aber noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, sich vor dieser Masche zu schützen. Weder die Polizei, noch andere Amtsträger, rufen Bürger und Bürgerinnen an oder stehen unangemeldet vor Haus- und Wohnungstüren, um über persönliche Geld- und Vermögensverhältnisse zu sprechen oder sogar Wertgegenstände oder Bargeld in Verwahrung zu nehmen.

Zur Prävention gibt die Kreispolizeibehörde Mettmann folgende Hinweise:

   -	Seien Sie am Telefon aufmerksam! 
   -	Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als 
Verwandte, Bekannte oder Amtsträger ausgeben, die Sie als solche 
nicht zweifelsfrei erkennen. 
   -	Geben Sie keine Details zu ihren familiären oder finanziellen 
Verhältnissen preis. Stellen Sie stattdessen gezielte Fragen, die nur
der "richtige Anrufer" beantworten kann. 
   -	Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache 
mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n), 
Bekannte(n) oder angeblich beteiligte Ämter und Dienststellen unter 
der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei eigenveranlassten 
Gesprächen üblicher Weise wählen und besprechen Sie die Angelegenheit
noch einmal. 
   -	Übergeben Sie niemals Geld oder andere Werte ungeprüft und ohne 
Zeugen an unbekannte Personen. 
   -	Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie vermuten, dass es 
ein Telefonbetrüger auf Sie abgesehen hat - Notrufnummer 110. 
   -	Wenden Sie sich auch an die Polizei, wenn Sie bereits Opfer 
geworden sind: die Opferschutzbeauftragten vom Kommissariat 
Vorbeugung helfen Ihnen gerne. 

Angehörigen älterer Menschen und potentieller Opfer wird empfohlen:

   -	Um Ihre älteren Angehörigen zu schützen, sprechen Sie mit ihnen 
und weisen auf die Methoden und verschiedenen Varianten des sog. 
"Enkeltricks" der Betrüger hin. 
   -	Vereinbaren sie ein nur Ihnen gemeinsam bekanntes Stich- bzw. 
Codewort für tatsächliche Notfälle oder Notlagen.