München: Mutmaßlicher Schleuser von 10 Migranten flüchtet vor Polizei in Fluss und entkommt

 

Die Bundespolizei in Rosenheim ermittelt gegen einen unbekannten Mann, der im Verdacht steht, mit einem Auto zehn Migranten eingeschleust zu haben. Als der Pkw-Fahrer und seine Begleiter am Donnerstag gegen 0:30 Uhr in Kreuth (Landkreis Miesbach) auf der B307 von der Grenzpolizei einer Kontrolle unterzogen werden sollte, stoppte der Fahrer den überbesetzten Wagen, sprang unvermittelt heraus und ergriff sogleich die Flucht. Dabei rannte er in den nahegelegenen Fluss Weißach, wo sich seine Spur in der Dunkelheit verlor. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen, an welchen mehrere Streifen von Landes- und Bundespolizei sowie ein Polizeihubschrauber beteiligt waren, blieb der mutmaßliche Schleuser verschwunden.

Ersten polizeilichen Erkenntnissen zufolge hat der flüchtige Fahrzeugführer wenig Haare. Er ist mit einer hellen Jacke und einem weißen T-Shirt bekleidet. Aufgrund der Flucht in die Weißach dürften seine Kleider durchnässt sein. Das Schleuserfahrzeug hatte schwedische Kennzeichen. Es wurde inzwischen für die weitere Spurensicherung zur Bundespolizei nach Rosenheim gebracht. Dort befinden sich inzwischen auch die zehn Migranten. Unter ihnen sind drei Minderjährige. Mithilfe von Dolmetschern sollen die näheren Umstände der Schleusungsfahrt geklärt werden. Bei der Durchsuchung der Personen fanden die Bundespolizisten bei sechs Migranten österreichische Asylkarten. Die anderen vier hatten hingegen keine Papiere dabei.

Offenbar wurde für die Tour von Österreich nach Deutschland die Route über den Achenpass gewählt. Die Fahndung nach dem flüchtigen mutmaßlichen Schleuser im Bereich der Ortschaft Kreuth sowie in deren Umfeld dauern an. Ermittler der Rosenheimer Bundespolizei erforschen derzeit die Hintergründe der Schleusung.

Bundespolizeiinspektion Rosenheim