#München: #Zwei #Widerstände gegen Bundespolizisten – #Umstehende #mischen sich in #Amtshandlung ein!

 

München (ots) – Am Samstag (3. Februar) kam es in Pasing und am Hauptbahnhof zu Widerstandshandlungen. In einem Fall vereitelte ein Diensthund Angriffe gegen einen Diensthundeführer – später mischten sich Passanten in die Amtshandlung ein. In einem anderen Fall wurde eine 28-jährige Beamtin der Bundespolizei nach Beleidigungen und anschließender Zwangsverbringung zur Dienststelle leicht verletzt.

Gegen 00:40 Uhr wurden der Bundespolizei mehrere randalierende Personen in einer stadtauswärtsfahrenden S3 gemeldet. Alarmierte Beamte begaben sich zum Gleis 8 am Pasinger Bahnhof, wo die S-Bahn stand. Reisende informierten über eine tätliche Auseinandersetzung in der S-Bahn zwischen vier Personen. Zwei Männer aus Pakistan waren – aus unbekannten Gründen – mit einem 18-Jährigen aus Senegal und einem 19-Jährigen aus Eritrea in Streit geraten. Dabei soll es zu Tätlichkeiten gegen die beiden Afrikaner gekommen sein, bei denen auch eine Glasflasche eingesetzt worden sein soll, die dabei zu Bruch gegangen war.

Die Bundespolizisten trennten die Männer, von denen sich die beiden Pakistaner als stark alkoholisiert und äußerst aggressiv erwiesen. Als die Pakistaner der Aufforderung, die S-Bahn zu verlassen, nicht nachkamen, stattdessen aggressiv und lautstark reagierten, und einer von ihnen in bedrohlicher Haltung direkt auf einen Beamten zuging, schritt der bereits zuvor bellende, mit Beißkorb versehene Diensthund ein. Er wertete die Aktion des 25-jährigen Pakistaner als Angriff gegen seinen Diensthundeführer und vereitelte – gemäß seinem Ausbildungsstand – die vermeintliche Attacke durch einen Sprung gegen den Oberkörper des Angreifers. Sichtlich beeindruckt kamen die beiden Südasiaten den Aufforderungen nun nach.

Als der 26-Jährige wenig später in der Unterführung durchsucht werden sollte, zeigte er sich wieder respektlos und uneinsichtig. Abermals wandte er sich laut schreiend gegen den Diensthundeführer worauf „Herkules“ den Pakistaner erneut ansprang. Der Mann ging zu Boden und versuchte anschließend zu flüchten. Der Diensthund erkannte dies und stellte den sich nur wenige Meter Entfernenden. Bei dieser Aktion wurde der mit 1,81 Promille Alkoholisierte durch den Beißkorb an der Unterlippe leicht verletzt; eine ärztliche Versorgung lehnte er ab.

Durch das Geschrei des Mannes wurden mehrere Passanten auf den Vorfall aufmerksam; es sammelte sich eine Gruppe von rund 20 Personen in der Unterführung. Dabei kam es zu polizeifeindlichen Äußerungen, wie „Nazimethoden“. Als ein gegen die Schaulustigen ausgesprochener Platzverweis keine Wirkung erkennen lies, wurde der Bereich unter Zuhilfenahme des Diensthundes, der vor dem Diensthundeführer „verbellend“ und ohne Körperkontakt eingesetzt wurde, geräumt.

Ein 24-jähriger Gilchinger tat sich dabei besonders respektlos hervor. Eine anwesende Streife der Landespolizei nahm sich des Mannes an. Der Gilchinger quittierte dies u.a. durch Zeigen des Mittelfingers. Anschließend flüchtete der, trotz des kalten Wetters Barfüßige in eine am Bahnsteig stehende, voll besetzte S-Bahn. Dort konnte er von den Beamten des Landes nur mit erheblicher Kraftaufwendung von einer Haltestange, an die er sich klammerte, gelöst werden. Bei der anschließenden polizeilichen Bearbeitung beschimpfte und beleidigte der 24-Jährige die anwesenden Beamten. Einen Atemalkoholtest verweigerte er.

Der Gilchinger erhält nun eine Anzeige wegen Beleidigung. Gegen die beiden Asylbewerber aus Südasien wird wegen versuchter Körperverletzung und gegen den 25-Jährigen zudem wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

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Gegen 16:45 Uhr befanden sich ein 31-jähriger und ein 18-jähriger Eritreer am Bahnhofsvorplatz des Hauptbahnhofes München. Die beiden konsumierten Alkohol und fielen durch lautstarkes Verhalten auf. Eine Streife der Bundespolizei unterzog beide einer Identitätsfeststellung, wobei sie sich zunächst weigerten sich auszuweisen. Auch der Aufforderung, mit auf die Dienststelle zu kommen, kamen sie nicht nach. Anstatt dessen beleidigte der 32-jährige Asylsuchende aus Kaufering die Beamten durch Gesten. Als dieser zwangsweise verbracht werden sollte, wand er sich aus dem Griff und schlug einer Polizeibeamtin mit der Faust ins Gesicht. Sie trug glücklicherweise lediglich Rötungen davon und war weiterhin dienstfähig.

Anschließend wurden beide bereits polizeibekannten Personen zwangsweise zur Wache verbracht. Für den in Kaufering Lebenden wurde von der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme sowie eine Haftrichtervorführung, die in Untersuchungshaft endete, angeordnet. Der 18-Jährige, ebenfalls Asylbewerber und derzeit im Landkreis Dachau untergebracht, konnte die Wache nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen. Gegen die beiden Männer wurden Ermittlungen wegen Beleidigung, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.