Politik: Bundesregierung will Einfluss Erdogans in Deutschland eindämmen und warum hat sie es noch nicht gemacht?

Bundesregierung

Foto by Screenshot Quelle: „Deutscher Bundestag“ vom 06.06.2018

 

Die Bundesregierung will den Einfluss der Türkei auf die in Deutschland lebenden Muslime zurückdrängen – und sich dafür notfalls auch in einen Konflikt mit Ankara begeben. Im Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montagausgabe) ermuntert der Staatssekretär im Innenministerium, Markus Kerber, die rund fünf Millionen hier lebenden Muslime, sich über einen deutschen Islam zu verständigen. Das Ziel sei, „den Einfluss von staatlichen Religionsämtern zum Beispiel aus der Türkei“ zurückzudrängen, sagte Kerber.

Das gelte „ganz grundsätzlich für die Einflussnahme vor allem staatlicher oder politischer Kräfte von außen“. Das funktioniere aber nur, wenn die Muslime hierzulande eigene, ihrem Lebensgefühl in Deutschland entsprechende, Kriterien für einen Islam deutscher Prägung erarbeiten und entsprechendes Religionspersonal ausbilden. Dabei wolle die Bundesregierung helfen. „Das wird Ankara womöglich nicht gefallen und zu Konflikten führen“, sagte Kerber. „Aber das werden wir aushalten.“

https://www.tagesspiegel.de/politik/muslime-in-deutschland-bundesinnenministerium-will-deutschen-islam-foerdern/22985240.html

 

Der Tagesspiegel

Ein Kommentar

  1. Da scheint mal wieder der Wunsch Vater des Gedanken zu sein.
    Solange Deutschland nicht in der Lage ist, die Mitbürger türkischer Nationalität davon zu überzeugen, dass sie ihre türkische Staatsbürgerschaft aufgeben und dafür die deutsche Staatsbürgerschaft mit allen Rechten und Pflichten annehmen, solange werden sie dem Rattenfänger vom Bosporus überall hin folgen und seine Ideologie vertreten (kurdischstämmige Bürger schließe ich hier mal aus).
    Persönlich glaube ich aber auch, dass viele türkischstämmige Mitbürger garnicht die alleinige deutsche Staatsbürgerschaft wollen – dann müssten sie sich nämlich in die deutsche Gesellschaft integrieren und nach deren Regeln leben und handeln.

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