Politikreport: Gutachten zu Tegel stellt schnelle Schließung in Frage!

Ein parlamentarisches Gutachten des Landtages Brandenburg zeigt auf, dass der Flughafen Tegel nicht innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme des BER geschlossen werden muss. Er könnte länger geöffnet bleiben.

Dazu erklärt der AfD-Landtagsabgeordnete Franz Wiese, Mitglied im BER-Sonderausschuss des Landtages Brandenburg:

„Die Mehrheit der Berliner will Tegel offenhalten, das meist aus sentimentalen oder sehr praktischen Gründen, denn der Stadtflughafen ist für alle prima zu erreichen. Aber es gibt auch ganz objektive Gründe dafür, ihn nicht zu schließen. Der BER wird – egal wann er eröffnet – zu klein sein. Er wird vermutlich in absehbarer Zeit das stetig steigende Fluggastaufkommen nicht allein bewältigen können. Deshalb werden wir Tegel noch lange brauchen. Und deshalb ist das Gutachten des Parlamentarischen Beratungsdienstes auch bewusst unkonkret. Es sagt nämlich nicht wann Tegel geschlossen werden müsste, es sagt nur, dass das eben nicht, wie bisher von Rot-Rot und Rot-Rot-Grün propagiert, innerhalb von sechs Monaten nach der BER-Eröffnung geschehen muss. Und hier rate ich nun zu einem Schlussstrich unter die Diskussion: Warten wir ab, ob und wenn ja, wann, der BER seinen ersten Flieger sieht. Und wenn der neue Flughafen dann angelaufen ist, sich tatsächlich als tauglich erwiesen hat, schauen wir auf die Fluggastzahlen. Kann er das Aufkommen allein bewältigen, denken wir ganz unaufgeregt über eine Schließung von Tegel nach, wenn nicht, dann nicht. Ich plädiere dafür, die Emotionalität aus der Diskussion herauszunehmen und nur auf die Fakten zu schauen und bin mir sicher, noch viele Jahre in Tegel einchecken zu können.“

Quelle: AfD-Brandenburg