Polizei-Report aus #Haiger-#Langenaubach: Im #Bordell #bestohlen / gibt es weitere Opfer?

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Gemeinsame Sache machten am Donnerstagabend (08.03.2018) eine Prostituierte und drei Komplizen, als sie einen Freier um seine Barschaften erleichterten. Die Polizei sucht weitere Opfer des Quartetts, die möglicherweise aus Scham bisher keine Anzeige erstatteten.

Das Opfer verhandelte in dem neben einem Taxiunternehmen gelegenen Etablissement mit einer Prostituierten den Preis für ihre Dienstleistung aus, anschließend zog man sich in ein Zimmer zurück. Zwischendurch suchten beide das Bad auf und kehrten danach erneut ins Zimmer der Prostituierten zurück. Als der Freier das Bordell verließ, steckten die Autoschlüssel nicht mehr wie vorher in der Jackentasche. Als er die weitere Kleidung abtastete, entdeckte er den Schlüssel in einer der hinteren Hosentaschen. Vor dem Besuch hatte er seinen Geldbeutel im Auto zurückgelassen. Als er nun nachschaute musste er feststellen, dass das Bargeld aus dem Portemonnaie fehlte.

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass die Prostituierte ihr Opfer ins Bad lotste, um ihren Komplizen die Möglichkeit zu geben die Kleidungsstücke nach Wertsachen zu durchsuchen. Diese griffen sich aus der Jackentasche den Fahrzeugschlüssel, öffneten und durchsuchten den Wagen des Opfers, griffen sich das Bargeld, verschlossen das Auto wieder und steckten die Schlüssel in die hintere Hosentasche des Mannes.

Gemeinsam mit dem Opfer gelang es der Dillenburger Polizei die 34-jährige Prostituierte, zwei 33 und 36 Jahre alte Männer sowie eine 44-jährige Frau festzunehmen. Ihnen wirft die Polizei Bandendiebstahl vor. Alle vier sind ungarische Staatsbürger und haben keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Sie verbrachten die Nacht im Gewahrsam der Polizeistation Dillenburg und wurden nach ihren Vernehmungen und erkennungsdienstlichen Behandlungen wegen fehlender Haftgründe am nächsten Morgen wieder entlassen.

Die Polizei glaubt, dass die Bande nicht das erste Mal zugeschlagen hat und ihre Masche bereits an anderen Opfern erfolgreich ausführte. Vermutlich aus Scham beließen die Betroffenen es bei dem finanziellen Verlust und zeigten die Taten nicht an.

Die Ermittler bitten weitere Opfer dieser Masche sich bei der Dillenburger Polizei unter Tel.: (02771) 9070 zu melden.