Polizeireport aus Sankt Augustin: Feuer in Obdachlosenunterkunft – 17 Bewohner wohlauf – 1 Leguan gerettet

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Sankt Augustin ist um 02:06 Uhr am frühen Dienstag Mrogen alarmiert worden zu einer Obdachlosenunterkunft in der Nachbarschaft des städtischen Bauhofes und der Wache der Autobahnpolizei in Menden.

Gebrannt hat es dort in einem der Wohncontainer für Obdachlose, die über ein Satteldach miteinander verbunden sind. Das Feuer hat dann auf einen zweiten Container übergegriffen und suchte sich über das Dach noch seinen weiteren Weg.

Zunächst musste davon ausgegangen werden, dass sich noch Bewohner in den Wohneinheiten aufhalten. Deshalb wurden alle Einheiten der Feuerwehr Sankt Augustin zur Einsatzstelle alarmiert sowie mehrere Rettungswagen und ein Notarzt. Es musste angenommen werden, dass eine Menschenrettung erforderlich wird. Von der Feuerwehr waren ca. 120 Einsatzkräfte vor Ort.

Zum Glück stellte sich schell heraus, dass bereits vor Eintreffen der Feuerwehr alle Bewohner die Gebäude verlassen haben und niemand verletzt wurde. Trotzdem hat die Feuerwehr natürlich jede Wohneinheit gründlich kontrolliert um zu 100% sicher zu sein, dass wirklich niemand in Gefahr ist. Die Feuerwehr rettete noch einen Leguan, der dem Besitzer wohlbehalten übergeben werden konnte.

Die Kameradinnen und Kameraden haben dann mit insgesamt 5 C-Rohren sowie einem Wenderohr über die Drehleiter einen massiven Löschangriff von mehreren Seiten des Gebäudes gefahren und das Feuer schnell unter Kontrolle bringen und löschen können. Das Dach wurde hierfür teilweise abgedeckt, um alle Glutnester ablöschen zu können.

Die Stadt Sankt Augustin, die mit mehreren Mitarbeitern von Ordnungsamt und Fachbereich Wohnen sowie Bürgermeister Klaus Schumacher vor Ort war, kümmerte sich im Anschluss um die Unterbringung derjenigen Bewohner, die nicht mehr in ihre Wohneinheiten zurück kehren konnten, weil diese entweder zerstört oder durch Löschwasser oder Brandrauch unbewohnbar wurden.

Zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Brandstelle wurde durch die Polizei beschlagnahmt, die nun Ermittlungen einleiten wird.

Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin