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Polizeireport

Am Montagmorgen wurden in einer Wohnunterkunft verschiedene Chemikalien aufgefunden. Da eine Gefährdung der Anwohner nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden in der Folge das betroffene Anwesen sowie mehrere benachbarte Gebäude vorsorglich evakuiert und der örtliche Verkehr umgeleitet.

Die Chemikalien wurden gegen 10.00 Uhr in der Obdachlosenunterkunft in der Euerbacher Straße in Schweinfurt aufgefunden. Da die Stoffe nach derzeitiger Einschätzung eine gewisse Gefährlichkeit aufweisen könnten, wurden die Unterkunft sowie zwei benachbarte Gebäude evakuiert. Der Verkehr wird für die Dauer des Einsatzes von der B303 im Nahbereich umgeleitet.

Zu einer Einschätzung hinsichtlich der Gefährlichkeit der aufgefundenen Chemikalien sind Spezialisten des Landeskriminalamts vor Ort. Neben der Polizei sind auch die örtlichen Feuerwehren und der Rettungsdienst im Rahmen der Räumung, Absperrung und Betreuung von Personen eingesetzt.

Die Ermittlungen hinsichtlich der Herkunft und der Bestimmung der Stoffe laufen auf Hochtouren. In diesem Zusammenhang kam es auch zu Überprüfungen von Personen und deren mitgeführter Gegenstände.

Nachtragsmeldung 19.20 Uhr:

Nach Chemikalienfund – Vier Tatverdächtige festgenommen

SCHWEINFURT. Nach dem Chemikalienfund in der Schweinfurter Wohnunterkunft wurden drei Männer und eine Frau, jeweils mit deutscher Staatsangehörigkeit, vorläufig festgenommen. Bei drei dieser Personen hatte sich im Zuge der folgenden Ermittlungen der Verdacht erhärtet, dass sie mit den aufgefundenen Stoffen in Verbindung stehen könnten.

Im Rahmen einer ersten Begutachtung wurde festgestellt, dass die aufgefundenen Chemikalien in ihrer Gesamtheit zur Herstellung von Sprengstoff geeignet sind. Eine abschließende Beurteilung hinsichtlich der Gefährlichkeit und einer etwaigen Bestimmung der Stoffe ist Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen. Die aufgefundenen Chemikalien werden zur Stunde durch Experten des Bayerischen Landeskriminalamts untersucht. Sofern eine Transportfähigkeit nicht gegeben ist, werden die Stoffe am Abend oder im Laufe der Nacht aus dem Gebäude gebracht und unschädlich gemacht.

In der eingerichteten Notunterkunft werden inzwischen rund 100 Personen betreut, die von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen sind. Bewohner des geräumten Bereichs, deren Unterbringung bislang noch nicht geregelt ist, können sich jederzeit an die Polizeiinspektion Schweinfurt, Tel. 09721/2020, wenden.