Renten: Immer mehr Rentner leben im Ausland

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Immer mehr Rentner mit Altersbezügen aus der gesetzlichen Rentenkasse leben nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) im Ausland. Ihre Zahl ist seit dem Jahr 2000 von 1,1 auf 1,5 Millionen gestiegen. Das Blatt beruft sich für seine Angaben auf eine aktuelle Datenübersicht der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Nur etwa jede siebte Rente (14 Prozent), die ins Ausland geht, wird demnach allerdings an Deutsche ausgezahlt. Mit gut 26.000 Renten hat hier die Schweiz den höchsten Anteil. Es folgen die USA und Österreich mit jeweils rund 24.300 Rentenzahlungen.

Insgesamt gingen im vergangenen Jahr rund 1,75 Millionen Renten ins Ausland. Noch im Jahr 2000 waren es nur 1,21 Millionen Renten. Der Zuwachs seit der Jahrtausendwende liegt damit bei rund 45 Prozent. Eingerechnet sind neben den Altersrenten zum Beispiel auch Witwen- und Erwerbsminderungsrenten. Viele Rentner haben Anspruch auf mehrere Rentenarten.

Der Anstieg der Rentenzahlungen ins Ausland beruhe zu einem großen Teil auf der Zuwanderung von Arbeitnehmern vor allem aus Italien, Spanien, Griechenland, dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei in den 1960er und 1970er Jahren und der damit verbundenen Zahlung von Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland, erläuterte ein Sprecher der Rentenversicherung. Viele der ehemaligen Gastarbeiter seien nunmehr im Rentenalter und ließen sich die deutsche Rente nach Rückkehr in ihr Heimatland ins Ausland überweisen.

 

Saarbrücker Zeitung