Reportage: Handel mit geklauten Pässen und gefälschten Visa: „Schleuser – Kriminelle oder Fluchthelfer?“


Quelle:: "obs/ZDFinfo/Benjamin Thiemert"
Quelle:: „obs/ZDFinfo/Benjamin Thiemert“

 

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Mainz  – „Schleuser – Kriminelle oder Fluchthelfer?“ Das ist ein Thema in „Frontal 21“ am Dienstag, 22. August 2017, 21.00 Uhr, im ZDF. Der Beitrag nimmt auch den Handel mit geklauten Pässen und gefälschten Visa in den Blick. Am Tag darauf am Mittwoch, 23. August 2017, 23.00 Uhr, geht „ZDFzoom“ der Frage nach, wieso Menschen mit gefälschten Pässen in Deutschland kaum auffallen.

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union befinden sich seit Jahren im Kampf gegen Schleuser und Schlepper. Doch diese zeigen sich davon wenig beeindruckt und gehen weiter ihren Geschäften nach. Teams des dänischen Fernsehens und des ZDF-Politmagazins „Frontal 21“ haben in der Türkei, in Griechenland, in Libyen und Tunesien Schleuser getroffen, die ihre Sicht auf das schildern, was Politiker als Flüchtlingskrise bezeichnen: Der 25-jährige Ali schleust seit drei Jahren Flüchtlinge von Izmir nach Griechenland und sagt: „Mir ist wichtig, dass ich niemanden ausbeute. Ich nehme 1.000 Dollar. Und diese 1.000 Dollar machen ein Menschenleben besser.“ Passhändler Yahya hat sich auf Flugreisen mit geklauten Pässen und gefälschten Visa spezialisiert. Die Nachfrage sei größer geworden, seit der Landweg nach Westeuropa über den Balkan durch hohe Zäune versperrt ist. In Yahyas Fälscherwerkstatt können Flüchtlinge wählen: einen deutschen oder französischen Pass, Urlaubs- oder Business-Visa – alles eine Frage des Preises. Ein Krimineller sei er nicht, er sei eher ein Geschäftsmann.

Den „Passbetrug in Deutschland“ nimmt „ZDFzoom“ ins Visier: Denn Kriminalität und gefälschte Identitäten sind hierzulande ein wachsendes Problem. Ermittler schätzen, dass Hunderttausende unter falschem Namen hier leben. Der Fall des Attentäters Anis Amri hat das Problem deutlich gemacht: Es scheint möglich zu sein, in Deutschland gleichzeitig mit verschiedenen Namen an mehreren Orten gemeldet zu sein. Die Polizei verzeichnet steigende Zahlen an falschen Ausweisdokumenten im gesamten Bundesgebiet, kann Identitätsbetrügern aber oft nur wenig entgegensetzen. Die Dokumentation zeigt, dass bei Kontrollen vor Ort die technischen Mittel meist nicht ausreichen, um einen Anfangsverdacht zu begründen und die Ermittlungen weiterzuführen. Auch bei den Einwohnermeldeämtern gibt es Mängel in der Ausrüstung. Olaf Kuch, Dienststellenleiter des Einwohnermeldeamtes in Nürnberg, sagt im Interview mit „ZDFzoom“: „Es gibt sicherlich einige Meldebehörden, die personell und technisch nicht in der Lage sind, diese Prüfung so vorzunehmen.“

Die „ZDFzoom“-Autoren André Goltzsche und Vanessa Schlesier zeichnen den Fall eines Türken nach, der jahrelang mit einer falschen Identität als Grieche in Berlin lebte und straffällig wurde. Abgeschoben wurde er aber erst, als sein Ausweisdokument abgelaufen war und er mit einem neuen, gefälschten Ausweis auffiel.

 

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