Sachsen-Anhalt/Politik: Neuer Ärger um „#Homo-#Heiler“!

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Der Verein für Lebensorientierung (Leo) in Bennungen (Landkreis Mansfeld-Südharz) steht in der Kritik. Dort soll versucht werden, Homosexuelle „zu heilen“. Das berichtet die in Halle erscheinenden Mitteldeutsche Zeitung (Freitagausgabe). Das Blatt bezieht sich auf entsprechende Seminar-Ankündigungen. Darin heißt es, Selbstmitleid und Minderwertigkeitskomplexe verhinderten „die Entwicklung zur ganzen Reife eines Mannes. Bei „Homosexualität, Transvestitismus, Transsexualität, Pädophilie, Hypersexualität, Exhibitionismus“ bleibe die Sexualität auf einer „infantilen Stufe“ stehen, zitiert das Blatt Seminarunterlagen.

Dem Verein war bereits vor Jahren vorgeworfen worden, solche Seminare anzubieten. Aus diesem Grund hatte der Landkreis Mansfeld-Südharz dem Verein im Jahr 2014 die freie Trägerschaft aberkannt. Dagegen hatte Leo geklagt und in zwei Verfahren Recht behalten. Begründet wurde dies seinerzeit damit, dass man nicht mit Sicherheit sagen könne, was in den Kursen tatsächlich gelehrt wird. Diese Lücke scheint nun geschlossen, denn die veröffentlichten Unterlagen belegen: In dem Kurs, der „Selbstbehandlung innerseelischer Störungen“ heißt, wird Homosexualität als „Störung“ eingestuft und auf eine Stufe mit Pädophilie gestellt.

 

Mitteldeutsche Zeitung