Schulreport: Rechtschreibreform war den Aufwand nicht wert!

Rechtschreibreform

Rechtschreibreform
Rechtschreibreform

 

Deutscher Lehrerverband: Rechtschreibreform war den Aufwand nicht wert

20 Jahre nach Inkrafttreten: Wissenschaftler kritisieren Änderungen am Regelwerk

Osnabrück. 20 Jahre nach Inkrafttreten der neuen Rechtschreibung kritisiert der Deutsche Lehrerverband die Umsetzung der Rechtschreibreform. Präsident Heinz-Peter Meidinger sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch): „Die Rechtschreibreform war den Aufwand nicht wert.“ Vor allem in der Lehrerschaft seien die Reformvorschläge „tief umstritten“ gewesen.

Das erklärte Ziel der Reformer, die Sprache einfacher, verständlicher und klarer zu machen, sei „total danebengegangen“, sagte Horst Haider Munske, ehemaliges Mitglied der Zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung. „Die Rechtschreibleistungen sind schlechter geworden und auch das Ansehen der Rechtschreibung hat gelitten.“

Bemängelt wird außerdem, dass die für die Reform zuständige Kommission nur aus Wissenschaftlern und nicht aus Vertretern von Verlagen, Zeitungen und der Lehrerschaft bestanden habe. „Auch das hat der Rechtschreibreform im Endeffekt vermutlich den Hals gebrochen“, sagte Sabine Krome von der Geschäftsstelle des Rats für deutsche Rechtschreibung der „NOZ“.

 

Neue Osnabrücker Zeitung