Skandal um Chefausbilder des Heeres!

 

 

Bielefeld  – Die Bundeswehr versteht sich als eine moderne Armee – ihr Leitbild ist der Bürger in Uniform, ausgestattet mit demokratischen Rechten und Pflichten. Unmenschlicher Drill oder sexuell-sadistische Praktiken in der Truppe konterkarieren diesen Anspruch, zumal wenn es sich nicht um Einzelfälle, sondern eine Abfolge von Taten handelt.

Wer Menschenwürde und Recht im Schutz der Kasernenmauern mit Stiefeln tritt, muss mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgt und aus der Truppe ausgeschlossen werden. Schon die Fürsorgepflicht gebietet es Vorgesetzten, solche Vorgänge aufzudecken und Strukturen zu schaffen, die geeignet sind, eine Wiederholung auszuschließen.

Generalmajor Spindlers Ausbildungskommando hat das nicht mit dem nötigen Nachdruck getan. Jetzt muss der Offizier die Konsequenzen tragen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat richtig gehandelt, muss sich aber fragen lassen, warum sie soviel Geduld bewiesen hat. Das Signal in die Truppe kann nur lauten: In dieser Armee ist für Schleifer kein Platz, und auch nicht für Soldaten, die ihnen Raum geben.

 

 

 

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