Staatsanwaltschaft Mainz ordnet Tat des Messerangreifers aus dem Sudan als versuchtes Tötungsdelikt ein

 

In Zusammenhang mit den Messerangriffen eines 25-jährigen Sudanesen hat die Staatsanwaltschaft Mainz die Tat auf der Grundlage des bislang bekannten Sachverhaltes und des derzeitigen Ermittlungsstandes als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Das K 11 der Kriminalpolizei Mainz, zuständig für Kapitalverbrechen übernimmt die Ermittlungen.

Grundlage für diese erste Einschätzung sind die Aussagen der Beteiligten, sowie die Auswertungen von Handyvideos und Fotos, auf welchem einzelne Handlungen des Täters zu erkennen sind.

Zur weiteren Aufklärung ist die Polizei Mainz weiterhin auf Zeugen angewiesen. Hier werden insbesondere die Insassen von zwei Fahrzeugen gesucht, die an der Ampel in der Flachsmarkstraße in Richtung Neustadt gestanden haben. Dabei soll es sich um einen schwarzen Audi Q5 auf der Geradeausspur und vermutlich einen roten Opel Astra, oder ähnliches Fahrzeug auf der Linksabbiegerspur in die Große Bleiche gehandelt haben. Alle Personen die etwas beobachtet haben, können die Polizei über die Telefonnummer 06131 – 65 3633 kontaktieren und ihre Erreichbarkeit auf einem Anrufbeantworter hinterlassen. Sie werden dann von einem Ermittler kontaktiert. Alternativ können Hinweise auch über die Onlinewache der Polizei Rheinland-Pfalz mitgeteilt werden.

 

Der 25-jährige Beschuldigte ist im September 2017 in die Bundesrepublik Deutschland eingereist und im Besitz einer Aufenthaltsgestattung der Stadt Mainz. Er ist polizeilich bisher nicht in Erscheinung getreten und wohnte zuletzt im sogenannten „Allianzhaus“ in der Nähe des Tatortes.

Aufgrund seiner Unterbringung in einer Psychiatrie ist eine Vernehmung bisher nicht erfolgt.

Polizeipräsident Hamm erklärt hierzu: „Das couragierte Einschreiten zahlreicher Bürger hat womöglich Schlimmeres verhindert. Diese Bürgerinnen und Bürger haben meine Achtung und meinen Respekt!“

Das Polizeipräsidium Mainz will nach Abschluss der Ermittlungen diese Personen einladen und für ihr beherztes Verhalten würdigen.

Darüber hinaus steht allen Personen die diese Situation beobachtet haben und sich davon belastet fühlen, die polizeiliche Opferberatung im Polizeipräsidium Mainz zur Verfügung. Diese bietet persönliche oder telefonische Beratung, auch anonym an und kann auch weitere Hilfsangebote vermitteln. Tel.: 06131 – 65 – 3388.

Polizeipräsidium Mainz

 

Psychiatrie

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Urheber: promesaartstudio / 123RF Standard-Bild

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