Stein ins Gesicht! Polizist verliert Zähne

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Ein Steinwurf mitten ins Gesicht, mehrere Zähne verloren: Nach den Gen-Z-Protesten vom Samstag hat Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) am Sonntag eine erschreckende Bilanz gezogen. Der schwer verletzte Beamte war in Frankfurt im Einsatz – doch auch in Köln, unter dem Dom, flogen Steine, Flaschen und Fahrräder auf die Polizei.

Zur Vorgeschichte: Der Morgen nach der Nacht der Schande und Steine und Böller: Frankfurter Demo aufgelöst.

Der Fall des verletzten Polizisten

Wichtig vorab: Der Polizist, dem ein Randalierer einen Stein ins Gesicht warf, wurde nach den vorliegenden Berichten in Frankfurt verletzt, nicht in Köln. Das sagte Poseck am Sonntagmittag auf einer Pressekonferenz, wie BILD in seinem Live-Ticker und die Deutsche Presse-Agentur (dpa) übereinstimmend berichten. Laut dpa verlor der Beamte nach dem Steinwurf Zähne, laut BILD waren es mehrere. Wer den Stein geworfen hat, ist öffentlich nicht bekannt.

Bilanz für Frankfurt: Über 100 verletzte Polizisten

Insgesamt seien bei den Krawallen in Frankfurt mehr als 100 Polizeikräfte verletzt worden, sagte Poseck laut dpa. Die Polizei war demnach in der Spitze mit bis zu 1300 Kräften im Einsatz und nahm 54 Personen im Alter von 13 bis 29 Jahren fest. 17 Geschäfte seien beschädigt, fünf geplündert worden. Die Polizei gehe von 1000 bis 1500 gewaltbereiten Störern aus. Poseck beschrieb sie laut dpa als „überwiegend aus einem migrantischen Milieu“, sagte über die Festgenommenen aber auch, sie hätten „jedenfalls überwiegend die deutsche Staatsangehörigkeit“. Für alle Festgenommenen gilt die Unschuldsvermutung.

Laut BILD forderte Poseck eine konsequente Strafverfolgung und will eine möglicherweise für den 20. November geplante weitere Demo in Frankfurt verhindern. Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) verlangte laut BILD schnelle Urteile.

Krawalle unter dem Kölner Dom

In Köln war der Protest zunächst friedlich, berichtet der WDR. Die Demonstrierenden hatten sich am Konrad-Adenauer-Ufer versammelt; einen Demozug in die Innenstadt untersagte die Polizei laut WDR wegen Pyrotechnik und Vermummung. Danach kippte die Stimmung: Laut Polizei wurden Einsatzkräfte mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen beworfen, ein Wasserwerfer kam zum Einsatz. Ein Beamter wurde laut einer Polizeisprecherin an der Hand verletzt und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen (WELT/dpa).

Am späten Abend spitzte sich die Lage auf der Domplatte zu: Rund 200 teils randalierende Personen griffen laut dpa Polizisten an, Flaschen und Fahrräder flogen, ein Mensch wurde verletzt. Die Polizei meldete fünf Ingewahrsamnahmen – BILD spricht von fünf Festnahmen auf der Domplatte. Ein geworfener E-Scooter zerstörte in einer Nebenstraße eine Fensterscheibe. Plünderungen gab es in Köln nach Polizeiangaben (Stand 6 Uhr) laut WDR nicht.

Laut WDR kesselte die Polizei in Köln insgesamt rund 1000 Menschen ein und stellte nach eigenen Angaben zahlreiche Waffen, viel Vermummungsmaterial und einen Molotowcocktail sicher. Kölns Polizeipräsident Johannes Hermanns sagte laut WDR, friedliche junge Demonstranten seien „von Extremisten unterwandert“ worden. Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) zeigte sich laut BILD besonders betroffen von Angriffen auf Rettungskräfte, die Patienten nur unter Polizeischutz versorgen konnten.

Kommentar: Zehntausende junge Menschen gehen für bessere Bildung auf die Straße – und am Ende redet das Land über ausgeschlagene Zähne. Die Rechnung für die Gewalt einer Minderheit zahlen am Ende die Verletzten und die friedlichen Demonstranten, deren Anliegen untergeht.

Stand: BILD-Live-Ticker, letzter berücksichtigter Eintrag ca. 13:41 Uhr am 01.11.2026. Die Lage kann sich weiter ändern.

Quellen: BILD (Live-Ticker), SZ/dpa – Über 100 verletzte Polizisten in Frankfurt, SZ/dpa – Randale auf Kölner Domplatte, WDR, WELT/dpa

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