#Steuer-Report: #Finanzämter #bundesweit #langsamer als im Vorjahr!

Finanzämter brauchen mehr Zeit, um eine Steuererklärung zu bearbeiten als im Vorjahr. Der bundesweite Schnitt liegt bei 55,4 Tagen und ist somit 2,4 Tage schlechter als im Vorjahr. Das geht aus einer Datenerhebung der Online-Steuererklärung Lohnsteuer-kompakt.de hervor, in der 300.000 abgegebene Steuererklärungen anonymisiert ausgewertet wurden. Die jeweils aktuelle Bearbeitungszeit ihres Finanzamtes finden Steuerpflichtige unter www.lohnsteuer-kompakt.de/finanzaemter.

„Es kann nicht sein, dass immer mehr Steuerzahler ihre Steuererklärung elektronisch abgeben und so die Finanzämter entlasten, aber immer länger auf den Bescheid warten“, sagt Felix Bodeewes, Gründer von Lohnsteuer-kompakt.de.

Im Länder-Ranking hat Berlin im zweiten Jahr in Folge die schnellsten Finanzämter Deutschlands. Die Finanzämter in Berlin brauchen im Schnitt 47,9 Tage, um eine Steuererklärung zu bearbeiten. Das sind fast drei Tage mehr als im Vorjahr. Trotzdem behauptet Berlin die Spitzenposition.

Auf dem zweiten Platz bleibt wie in beiden Jahren zuvor Rheinland-Pfalz mit einer durchschnittlichen Bearbeitungsdauer von 49,7 Tagen. Die Finanzämter in Rheinland-Pfalz brauchten in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt mehr als drei Tage länger für die Bearbeitung einer Steuererklärung als im Vorjahr. Sachsen-Anhalt bleibt auf dem dritten Platz, braucht aber durchschnittlich sogar 4,5 Tage länger als im Vorjahr. Die Finanzämter des Saarlandes haben sich überraschend vom 13. Platz auf den vierten Platz vorgekämpft und brauchen durchschnittlich 50,5 Tage, um eine Steuererklärung zu bearbeiten. An letzter Stelle landen die Finanzämter Bremens mit einem Durchschnittswert von 62,9 Tagen.

Deutschlands schnellstes Finanzamt kommt aus Nordrhein-Westfalen. Das Finanzamt Schwelm braucht für die Bearbeitung einer Steuererklärung im Schnitt nur 31,6 Tage. Vorjahres-Sieger Bensheim Außenstelle Fürth (2017: 27,3 Tage) landet dieses Jahr mit einer Bearbeitungsdauer von 37,8 Tagen auf dem 14. Platz.

„Für Steuerpflichtige ist es ärgerlich, dass die Unterschiede in der Bearbeitungszeit deutschlandweit immer noch so groß sind. So braucht das langsamste Finanzamt mit einer Bearbeitungsdauer von 85,5 Tagen weiterhin fast dreimal so lange, wie das schnellste. Das führt dazu, dass Steuerpflichtige in manchen Regionen auch dreimal so lange auf eine Erstattung warten müssen“, so Bodeewes.

Die Bearbeitungszeiten der Finanzämter wurden anhand von rund 300.000 über Lohnsteuer-kompakt.de in den letzten zwölf Monaten erstellten Steuererklärungen anonym erhoben.

Quelle:  www.lohnsteuer-kompakt.de frei.