#Tierschutz: #Äffin „#Stella“ erfährt späte #Gerechtigkeit #Geldstrafen wegen #grausamer #Tierversuche in #Tübingen

 

Augsburg/Tübingen  – Dreieinhalb Jahre nach der Aufdeckung der katastrophalen Zustände am Max-Planck-Institut in Tübingen durch eine SOKO Tierschutz Undercover-Recherche hat das Leid der Tiere juristische Folgen. Die Staatsanwaltschaft Tübingen wird Strafbefehle gegen führende Personen des Max Plack Instituts erwirken.

Bei den Versuchen waren Affen schwersten Eingriffen ausgesetzt, die nicht, wie vorgeschrieben, freiwillig, sondern unter Zwang, Wasserentzug und Gewalt durchgeführt wurden.

Einige Tiere traf es besonders hart: sie erlitten schwere Infektionen, Lähmungen und Schlaganfälle. Zumindest hier greift nun der Staat ein und stellt den Tatbestand der Tierquälerei durch Unterlassen fest.

„Wir freuen uns, dass man diesen Schritt gewagt hat, denn so etwas hat, trotz der massiven Missstände in der Tierversuchsindustrie, Einmaligkeitscharakter. Wir hätten natürlich eine öffentliche Verhandlung vor Gericht begrüßt, da bei Strafbefehlen die öffentliche Aufarbeitung auf der Strecke bleibt.“, so Friedrich Mülln, der für SOKO Tierschutz die Kampagne gegen Tierversuche leitete. Nach mehreren Jahren der friedlichen Proteste und nachdem der nun mit einem Strafbefehl bedachte Chef-Experimentator bemerkt hatte, dass er selbst unter Forschern kaum Rückhalt für seine grausamen Versuche hatte, beendete das MPI im Frühjahr 2017 die Tierversuche an Affen in Tübingen.

Die Versuche sind sinnlos, teuer und grausam. Sie stehen unter dem Verdacht, eher dem Militär als der Medizin zu dienen. „Es wird Zeit, dass man die immensen Forschungsgelder vernünftig nutzt und nicht auf die Effekthascherei und billigen Ausreden der Tierversuchslobby herein fällt. Bestes Beispiel: Immer wieder spricht die Tierversuchslobby davon, das Gehirn würde nichts spüren. Jeder, der sich schon mal den Kopf angeschlagen hat, weiß, dass aber gerade Haut, Fleisch und Knochen sehr schmerzen und jeder kann sich denken, was diese Durchlöcherung der Köpfe für die Affen bedeutet“, so Mülln.

SOKO Tierschutz e.V.