Tierschutz: Politiker kritisiert Fristverlängerung für betäubungsloses Kastrieren von Ferkeln!

Kastrieren

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Der Grünen-Politiker Friedrich Ostendorff hat die von der großen Koalition beschlossene Fristverlängerung bis zum Verbot betäubungsloser Kastration von Ferkeln um zwei Jahre scharf kritisiert. „Die Politik hat seit dem Bundestagsbeschluss fünf Jahre Zeit gehabt, die Voraussetzung für das Verbot bis zum 1. Januar 2019 zu schaffen. Anstatt zu handeln, wurde Zeit verschwendet. Das Ergebnis ist völlig unbefriedigend“, sagte Ostendorff der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Notfalls wäre eine weitere Übergangsfrist um drei Monate akzeptabel gewesen, die Verlängerung um zwei Jahre sei völlig unnötig. „Was hat die SPD da geritten, nun als Partei, die etwas für den Tierschutz tun will, einem solchen Ergebnis zuzustimmen?“ Der gelernte Landwirt plädiert für die Vollnarkose bei der Kastration der Ferkel, die 80 Sekunden dauere. Nach einem Kurzschlaf seien die Tiere wieder quietschfidel. Die diskutierte Lokalanästhesie sei zwar schmerzlindernd, schalte den Schmerz aber nicht aus – das werde in Zukunft aber vorgeschrieben. Er zeigte sich enttäuscht, dass die neue Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) keine Bewegung in das Bemühen zum Schutz der Ferkel schon ab nächstem Jahr gebracht habe. „Frau Klöckner lächelt das nur weg.“

 

Rheinische Post