#Tierschutz-#Skandal: #Wildschweine als #Bauernopfer wegen #Afrikanischer #Schweinepest!

 

Hagen  – Autobahnrastplätze werden in diesen Tagen zum Symbol der Hilflosigkeit im Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest. Sie sollen umzäunt werden, so ein Vorschlag, damit Wildschweine sich nicht mehr weggeworfene Essensreste schmecken lassen. Darüber hinaus könnten die Mülltonnen an den Fernstraßen abends statt morgens geleert werden. Die Beispiele zeigen die behördliche Leere im Kampf gegen das Einschleppen der für Schweine tödlichen Seuche. Kein bundesweit einheitlicher Maßnahmenkatalog, kein Plan gegen eine seit langem zu erwartende Krise – da wundert es nicht, dass man auf (blinden) Aktionismus verfällt. Und der manifestiert sich, indem man Wildschweine zum massenhaften Abschuss frei gibt und sogar Prämien für erlegtes Schwarzwild zahlt. Man macht es sich zu einfach, Wildschweine als Bauernopfer auszurufen. Hier wird die falsche Sau durchs Dorf getrieben. Der Mensch ist für eine industrialisierte Landwirtschaft mit weltweiten Vermarktungs- und Vertriebswegen verantwortlich. Er schleppt das tödliche Virus in die Schweineställe.

 

Rolf Hansmann, Westfalenpost