Tierschutz: SPD protestiert gegen Unions-Forderung nach Abschuss von Wölfen!

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Träger: „Scheinlösung im Interesse der Jagdlobby“ – Schutzstatus lasse Bejagung nicht zu

Osnabrück. Die SPD protestiert gegen die Forderung der Unions-Bundestagsfraktion, Wölfe zum Abschuss freizugeben. „Die Bejagung des Wolfes ist eine Scheinlösung. Entscheidend ist effektiver Herdenschutz“, sagte Carsten Träger, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Das Positionspapier der Union bedient in erster Linie die Interessen der Jagdlobby und nicht die Interessen der Tierhalter.“

Träger reagierte auf einen Beschluss der Unionsfraktion vom Dienstagabend, in dem unter anderem „wolfsfreie Zonen“ sowie die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht gefordert werden. „Die Frage nach einer generellen Bejagung des Wolfes stellt sich nicht“, erklärte der SPD-Politiker. Wegen des hohen Schutzstatus des Raubtiers sei die Jagd nur in begründeten Einzelfällen möglich. „Die EU-Kommission hat mehrfach betont, diesen hohen Schutzstatus des Wolfes beibehalten zu wollen“, sagte Träger der „NOZ“.

 

Neue Osnabrücker Zeitung