Wiesbaden: Trickdiebe aus Tschechien in Untersuchungshaft!

 

 

(He) Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mehrerer Polizeidienststellen und der Staatsanwaltschaft Wiesbaden gelang es am vergangenen Wochenende, drei Trickdiebe in Untersuchungshaft zu nehmen. Der Frankfurter Polizei war durch Ermittlungen bekannt geworden, dass sich das diebische Trio im Rhein-Main Gebiet aufhält. Da Teile der Gruppierung bereits in der Vergangenheit, unter anderem durch Diebstähle, polizeilich in Erscheinung getreten waren, wurde die aus zwei Männern und einer Frau bestehende Gruppierung zeitweise beobachtet. So konnte am Freitag festgestellt werden, dass sie sich in mehreren Einkaufsmärkten und anderen öffentlichen Einrichtungen verdächtig verhielten und augenscheinlich auf der Suche nach potenziellen Opfern waren. In der Wiesbadener Äppelallee wurden sie dann fündig. Einem 88-Jährigen wurde in einem Einkaufsmarkt blitzschnell die Geldbörse aus der Jackentasche entwendet. Hierbei lenkte ein Täter andere Kunden, im Umfeld des Opfers, ab und die Frau griff zu. Dann eilten die Diebe nach draußen, wo der dritte Täter in dem fluchtbereit abgestellten PKW wartete. Eilig fuhren sie von dem Parkplatz auf die Autobahn, beschädigten noch einen geparkten PKW und begangen somit eine Verkehrsunfallflucht. Auf der Autobahn wurde das Fahrzeug dann gestoppt und das Trio festgenommen. Die weitere Sachbearbeitung erfolgte durch die Ermittlungsgruppe des 1. Polizeireviers. Hier übernahmen die Spezialisten für den Bereich „Taschen- und Trickdiebstahl“, welche sich in der Landeshauptstadt speziell um dieses Deliktsfeld kümmern, den Fall. Noch am Wochenende wurden intensive Ermittlungen aufgenommen und überprüft, ob die Festgenommenen auch andere Diebstähle begangen haben könnten. Tatsächlich gelang es im Nachgang, eine am 02. September in einem Markt in Nordenstadt begangene Tat nachzuweisen. Hier wurde die Tasche einer Kundin aus einem Einkaufswagen entwendet und anschließend versucht, mit der erlangten Bankkarte an einem Bankautomaten Geld abzuheben. Glücklicherweise war die Karte zu diesem Zeitpunkt schon gesperrt. Aufgrund der zusammengetragenen Informationen und der Tatsache, dass ein Täter einen Tag vor seiner Festnahme gerade erst aus der Untersuchungshaft entlassen worden war, ordnete das Amtsgericht, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, Untersuchungshaft an. Die tschechischen Staatsbürger im Alter zwischen 31 und 39 Jahren haben keinen festen Wohnsitz in Deutschland.